Gemeinderat folgt KJR-Antrag

Zusätzliche Stelle fürs "Route 66"

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Haar- Die Gemeinde stockt die offene Jugendarbeit im „Route 66“ um eine ganze Stelle auf. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Die Gemeinde stockt die offene Jugendarbeit im „Route 66“ um eine ganze Stelle auf. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Grund sind gestiegene Anforderungen durch die Integration von Flüchtlingen und der Schulsozialarbeit. Der Kreisjugendring (KJR) hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Der Gemeinderat votierte einstimmig dafür. Das „Route 66“ ist eine Einrichtung der Gemeinde, der KJR ist der Träger. Stephanie Kühn ist Mitarbeiterin in der Jugendfreizeitstätte an der Vockestraße. Zusätzlich übernimmt sie die Personalführung und koordiniert alle Angebote des KJR in der Gemeinde. Bald arbeiten 25 Menschen in Haar für den KJR. Neben dem „Route 66“ sind sie im Freizeitheim „Dino“ und der Jugendsozialarbeit an der Jagdfeldschule aktiv. Hinzukommen die beiden gebundenen Ganztagsklassen und ab September die Schulsozialarbeit am Ernst-Mach-Gymnasium. Nun sind seit kurzem Flüchtlinge in die Feel-Home-Häuser gezogen, die sich in direkter Nachbarschaft zum „Route 66“ befinden. Daher hat die Einrichtung ihr Angebot ausgebaut. Der Mehraufwand wird zum Problem, insbesondere für Stephanie Kühn, die mit der Leitung des Sozialraumes und der Arbeit im „Route 66“ in einer Doppelfunktion agiert. Daher hat der KJR die Gemeinde gebeten, das Personal aufzustocken und so Kuhn zu entlasten. Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) sieht darin ein berechtigtes Anliegen. Sie sagte im Gemeinderat: „Das lässt sich nicht so leicht steuern.“ SPD-Fraktionschef Alexander Zill meinte, dass insbesondere die Schulsozialarbeit „zunehmend Raum“ einnehme. Mike Seckinger von den Grünen sieht das ähnlich. Allerdings machte er auf die „angespannte Haushaltslage“ aufmerksam und vor dem Hintergrund auf ein „Strukturproblem“. Denn eigentlich sei bei KJR-Angelegenheiten der Landkreis zuständig. CSU-Fraktionschef Dietrich Keymer dagegen stört sich daran, dass der KJR zunächst zusätzliche Aufgaben übernehme, dann aber merke, dass es zu viel wird. „Ich erwarte, dass der KJR rechnen kann.“ Gleichwohl waren alle Gemeinderäte der Meinung, das „Route 66“ Unterstützung braucht. Sie stimmten für den Antrag des KJR. Der Gemeinde entstehen durch die neue Stelle Kosten in der Höhe von 32 000 Euro.

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