Blumen für 25 Jahre selbstlose Hilfe: Theresa Heil (r.) dankt Margarete Waschk. Foto: Engmann

Margarete Waschk hat ehrenamtlich Senioren rührend umsorgt

Haar - 25 Jahre lang hat Margarete Waschk aus Haar im Haarer Pflegeheim Maria-Stadler-Haus ehrenamtlich Tischdienst geleistet. Bei ein bis zwei Stunden wöchentlich sind das über 2000 Stunden selbstlose Hilfe für Senioren, die nicht mehr alleine beim Essen zurecht kommen.

Beim Treffen der Ehrenamtlichen des Maria-Stadler-Hauses wurde Margarete Waschk für ihr langjähriges Engagement geehrt und in ihren wohlverdienten Ehrenamtlichen-Ruhestand verabschiedet. Das Maria-Stadler-Haus, lange vom gleichnamigen Verein getragen, ist seit 2011 als gemeinnützige GmbH organisiert, deren alleiniger Gesellschafter die Gemeinde Haar ist.

Wer nicht regelmäßig isst und trinkt, der stirbt. Eine Binsenweisheit. Aber was ist mit den Menschen, die im Alter aus verschiedensten Gründen nicht mehr dazu in der Lage sind? Im Säuglingsalter bekommen die kleinen Menschen ein Fläschchen oder werden mit Brei gefüttert. Im Alter heisst das dann „Schnabeltasse“ und wenn nötig, gibt es das Essen auch püriert. Im Haarer Maria-Stadler-Haus, einem Pflegeheim von und für Haarer Bürger, gibt es glücklicherweise einen Stamm von Freiwilligen, die das Pflegepersonal seit nunmehr 27 Jahren bei ihrer Arbeit entlasten. Sie helfen den Bewohnern ein bis zwei Stunden pro Woche, entweder am morgen, mittag oder abend beim Essen. Das kann bedeuten, dass sie im Speisesaal das Brot in mundgerechte Stücke schneiden und den Bewohnern auf die Gabel spiessen, das kann aber auch ein Besuch am Bett und das Füttern mit der Schnabeltasse sein. „Wenn es die Helfer nicht gäbe, hätte so mancher Bewohner eine Magensonde bekommen“ erklärt Rosemarie Sure, Mitorganisatorin der Helfer und bereits seit 27 Jahren im Einsatz.

„Wir schenken den Menschen ja nicht nur Zeit sondern auch Zuwendung“, sagt Theresa Heil, die ebenfalls schon viele Jahre einen Teil ihrer freien Zeit im Maria-Stadler-Haus verbringt und hilft und organisiert. Der Helferstamm von nicht ganz 30 Leuten besteht überwiegend aus Frauen, die teilweise sogar nach der Arbeit kommen, um abends beim Essen zu helfen. Die meisten allerdings sind bereits im Ruhestand oder Hausfrauen. Sie kommen überwiegend aus Haar, aber auch aus Trudering, Baldham oder Vaterstetten.

Auch Einrichtungsleiter Klaus Stierstorfer dankte den Freiwilligen: „Sie schenken den Bewohnern und auch den Mitarbeitern Zeit. Das ist heutzutage sogar noch wichtiger als Geld.“ Sein Ziel ist es, weitere Zeit für die Bewohner zu gewinnen. Ende September kommen beispielsweise Firmlinge aus Putzbrunn ins Haus, um zu helfen. Einmal in der Woche kommt Sigrun Schiller mit ihrem schwarzen russischen Terrier „Dobroi“ vom Verein Streichelbande zu Besuch. Da leuchten die Augen einer Bewohnerin, wenn der gut erzogene schwarze Hund sich auf den Befehl „Zeig, wie groß Du bist!“ auf die Hinterbeine aufrichtet oder einfach seinen Kopf zum Streicheln auf ihren Schoß legt.

eng

Helfer gesucht

Für den Ehrenamtlichen-Kreis werden neue Helfer gesucht. Diese können sich bei Rosemarie Sure unter Tel. 089/460 40 44 melden. Sie müssen sich lediglich ein bis zwei Stunden pro Woche Zeit nehmen und zuverlässig sein.

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