Haarer mit grünem Daumen gesucht

Haar - Die Kohlrabi sprießen schon, das Karottenkraut wächst üppig und die kleinen Salatköpfe gedeihen auch schon - und das alles auf öffentlichem Grund der Gemeinde Haar. Und: für alle Bürger. Das Projekt „Haar zum Anbeißen“ ist gut gestartet.

Die Kindergartenkinder und Schüler kümmern sich mit Feuereifer um ihre Beete. Und dennoch würden sich die kleinen Gärtner über weitere Unterstützung freuen. Es werden immer noch Paten gesucht.

Aufmerksame Beobachter haben es schon gesehen: Das Beet, das ursprünglich nahe des Gemeindekindergartens in Eglfing vorgesehen war, musste aus planerischen Gründen umziehen. Nun ist es hinter dem Sport- und Freizeitpark angesiedelt, hat hier auch Erweiterungsmöglichkeiten - ist aber nun leider für die Obhut des Kindergartens zu weit entfernt.

Doch das hat dem Projekt hier keinen Abbruch getan: „Es haben sich sehr engagierte Haarer zusammengefunden, die das Stück Land hier vorbildhaft bestellen“, erklärt Umweltreferent Michael von Ferrari. Er freut sich, mit was für einem Engagement die Idee des öffentlichen Gärtnerns umgesetzt wird.

Doch noch sind es nicht genug Menschen mit grünen Daumen - oder solche, die es werden wollen - , die in Haar tätig sind. „Wir suchen nun nach weiteren Paten, die Spaß daran haben, für die Allgemeinheit Gemüse anzupflanzen, aber auch das Unkraut entfernen und vor allem zu gießen“, erklärt Umweltreferent Michael von Ferrari.

Unterstützung kann bei allen öffentlichen Gemüsebeeten der Gemeinde Haar gebraucht werden - schließlich sind die Kindergärten und Schulen sowohl an den Wochenenden und teilweise auch in den Ferien nicht besetzt. Und auch die fleißigsten Paten fahren mal in den Urlaub. Gegossen werden muss aber - vor allem im Hochsommer - trotzdem.

Vier Flächen

Derzeit gibt es insgesamt vier Standpunkten für „Haar zum Anbeißen“: An der Dianastraße nahe der Kindertagesstätte KiBeG Haus für Kinder, am evangelischen Hort der Ferdinand-Kobell-Straße, vor dem Schulzentrum St. Konrad und eben hinter dem Sport- und Freizeitpark Eglfing.

Knapp 1300 Quadratmeter Fläche sind es insgesamt. Was ist zu tun? „In nächster Zeit fallen vor allem Arbeiten wie Hacken, Pflanzen, Gießen und Ernten an“, sagt von Ferrari.

Mitmachen:

Bürger sind gefragt, die auf einer von der Gemeinde bereit gestellten Grünfläche säen, pflanzen, gießen, jäten, harken wollen - damit das Gemüse auch geerntet werden kann. Und das dürfen dann wirklich alle. So werden öffentliche Grünflächen zum öffentlichen Gemüsegarten. Ganz wichtig: Nicht nur erfahrene Gartler sind willkommen, sondern natürlich auch interessierte Laien. Interessenten für eine Patenschaft können sich an Umweltreferent Michael von Ferrari wenden:

Tel: 460 02 - 312, E-Mail:

ferrari@gemeinde-haar.de.

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