Hammer-Urteil im Diesel-Skandal gegen VW: BGH-Entscheidung ist gefallen

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Die Fans in der Sportarena fordern potenzielle Sponsoren auf, Spitzen-Volleyball in Unterhaching doch noch vor dem Untergang zu bewahren. Foto: bro

Haching fehlt ein Tick Konstanz

Unterhaching - Das 1:3 (22:25, 28:30, 25:16, 24:26) gegen den VfB Friedrichshafen hat es erneut gezeigt: Generali Haching ist ganz dicht dran an der nationalen Spitze. Zum Format eines ernsthaften Titelanwärters fehlt aber noch ein Tick mehr Konstanz.

VON UMBERTO SAVIGNANO

Unterhaching - Ewoud Gommans wirkte ratlos. „Ich weiß heute auch nicht, woran es lag“, suchte Generali Hachings Außenangreifer nach einer Erklärung für die kleinen, aber entscheidenden Durchhänger seiner Mannschaft in einem höchst attraktiven Volleyballspiel. 114 Minuten lang ging es auf und ab. Aus Hachinger Sicht leider im falschen Moment abwärts. Denn nach schwachem Beginn, 0:2-Satzrückstand trotz Steigerung im zweiten Durchgang, überragendem dritten und Aufholjagd im vierten Satz schienen Gommans und Co. auf der Überholspur. Doch das 21:18 reichte nicht, um die „Häfler“ in den Tie Break zu zwingen. Was sich auch Gommans selbst zuschrieb: „Ich war heute im Angriff nicht so gut drauf. Ich hätte ein paar wichtige Punkte mehr machen können.“ Sein Kapitän ließ hingegen wenig liegen: Sebastian Schwarz holte 23 Zähler, mehr als jeder andere Akteur auf dem Feld, zudem glänzte er mit viel Einsatz in der Abwehr.

Das Wort des 28-Jährigen zählt, erst recht nach dieser Vorstellung, obwohl nicht er, sondern Zuspieler Tsimafei Zhukouski als Hachings wertvollster Spieler ausgezeichnet wurde. „Wir bringen uns immer wieder um den Lohn unserer Arbeit“, beklagte Schwarz. „Wir müssen unbedingt konstanter werden. Es fehlt nicht viel, das sind ein, zwei Bälle.“ Aber eben entscheidende Bälle, da hilft es wenig, dass die Hachinger ihre Fans in der prallvollen Halle teilweise zu Begeisterungsstürmen hinrissen. „Wir hatten Super-Aktionen, die Friedrichshafen nicht hatte, aber auch superdumme Fehler, die Friedrichshafen nicht hatte. Das ist der kleine Unterschied“, analysierte Trainer Mihai Paduretu. Die Spielstatistik bestätigte ihn eindrucksvoll: 64 erfolgreichen Angriffen seiner Mannschaft standen 43 des VfB gegenüber. Doch die „Häfler“ leisteten sich nur 17 Eigenfehler, Haching dagegen 35. Eindeutig zu viel, fand Paduretu und forderte: „Einige müssen vielleicht besser und konzentrierter trainieren.“

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