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Haching siegt in der „Berliner Hölle“

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Haushoch überlegen in Berlin: Generali Haching (Tomas Kmet/l. und Branislav Skladany) siegte beim SCC recht deutlich mit 3:1. Foto: Robert Brouczek
Haushoch überlegen in Berlin: Generali Haching (Tomas Kmet/l. und Branislav Skladany) siegte beim SCC recht deutlich mit 3:1. Foto: Robert Brouczek

Unterhaching - Generali Haching ist im Rennen um die Bundesliga-Spitze weiter heiß im Rennen: Der Volleyball-Pokalsieger gewann beim Mitkonkurrenten SCC Berlin mit 3:1 (25:17, 25:21, 24:26, 25:17).

Ganz gelassen gab sich Mihai Paduretu vor der Partie. „Das ist Vergangenheit“, konterte Hachings Trainer die Frage, ob seine Mannschaft das Aus in der Champions League schon verschmerzt habe. Sein Berliner Kollege Mark Lebedew meinte zum Thema, ob die Niederlage des Paduretu-Teams am Dienstag in Polen dem SCC einen Vorteil bringen könne: „Vielleicht ja, vielleicht nein.“ Einen Pluspunkt sah der Australier allerdings für seine Mannschaft: „Wir hatten eine ganze Woche, um uns auf dieses Spiel zu konzentrieren.“

Doch auch Paduretu sah sein Team „sehr gut vorbereitet“, und das war nicht nur so dahingesagt. Der Coach hatte sich nach dem Scheitern im internationalen Wettbewerb offenbar sehr gründliche Gedanken gemacht und wartete mit einer überraschenden Startformation auf. Denis Kaliberda und Leo dos Santos, die beiden Außenangreifer, die fast immer gemeinsam begonnen hatten, saßen zunächst beide draußen. Für sie begannen Robert Hupka und Roko Sikiric.

Die Eingewöhnungsphase dieser neuen Formation nahm nicht viel Zeit in Anspruch. Bis zum 6:5 hatten die Berliner vor 5318 Fans in der Max-Schmeling-Halle (darunter rund 30 Schlachtenbummler aus Haching) die Nase vorn, dann startete Haching dank einer Aufschlagserie von Zuspieler Branislav Skladany durch, ging seinerseits mit 10:6 in Führung und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Tomas Kmet nutzte den zweiten Satzball zum unerwartet hohen 25:17 in einem ersten Durchgang, den die Gäste vor allem dank ihres druckvollen Service dominiert hatten.

„Wir müssen stabiler annehmen“, forderte SCC-Manager Kaweh Niroomand nach dem enttäuschenden Beginn, doch auch im zweiten Satz hatten die Berliner zunächst nicht die passende Antwort auf die starken Hachinger Aufschläge parat. Das Paduretu-Team bestimmte das Geschehen bis zur 20:12-Führung fast nach Belieben, hatte dann zwar eine Schwächephase, doch der Vorsprung reichte: Carroll verwandelte den zweiten Satzball zum 25:21.

Trotzdem erwartete Hachings Co-Trainer Berti Golf im dritten Satz „eine heiße Kiste“, und genau so kam es auch, trotz 9:4-Führung für sein Team. Bei 17:17 hatte der SCC ausgeglichen, war wenig später durch das 26:24 zurück im Spiel.

Doch Haching zeigte sich unbeeindruckt, trumpfte im vierten Satz so souverän auf, als hätte es zuvor keinen Durchhänger gegeben. Max Günthör verwandelte nach 101 Minuten den zweiten Matchball zum 25:17 und freute sich nach dem Sprung auf Platz zwei hinter dem punktgleichen Titelverteidiger VfB Friedrichshafen: „Wir können stolz sein, dass wir in dieser Hölle gewonnen haben.“

Generali Haching: Skladany, Carroll, Hupka, Sikiric, Kmet, Günthör, Tille; den Boer, Friedrich, dos Santos

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