Halbfinal-Krimi mit Happy-End für den TSV

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Es war das erwartet schwere Pokal-Halbfinale, das die Hachinger Volleyballer gegen den VV Leipzig überstehen mussten, es war sogar noch etwas schwerer als erwartet. Denkbar knapp mit 3:2 (23:25, 25:20, 25:21, 16:25, 15:13) setzte sich das Team von Mihai Paduretu gegen die Sachsen durch, nach einer Berg- und Talfahrt, die in der Geschichte des Vereins wohl ihresgleichen sucht. Am Anfang stand die erfreuliche Nachricht, dass Patrick Schwaack nach seinem Bänderriss wieder auf seiner angestammten Außenangreifer-Position würde spielen können. Eine Stunde vor Spielbeginn war der 21-jährige Nationalspieler dann plötzlich in ärztlicher Behandlung: Sein Kapitän Michael Mayer hatte ihm ein Stück seines Ohrs abgebissen, Mannschaftsarzt Dr. Thomas Stahl musste das Hörorgan erst wieder komplettieren (siehe Berichts rechts oben auf dieser Seite).

Auf die Leistung der Hachinger, bei denen überraschend Michael Hänsel die Liberorolle spielte, Sebastian Prüsener dafür angreifen durfte, hatte dies zunächst keinen negativen Einfluss. Sie begannen stark, führten im ersten Durchgang mit 16:11, leisteten sich danach aber Unkonzentriertheiten, die letztlich zum völlig unnötigen 23:25-Satzverlust führten. Nachdem sie die folgenden Abschnitte mit 25:20 und 25:21 recht souverän beherrscht hatten, schien die Finalteilnahme nur noch eine reine Formsache zu sein. Doch beim 16:25 im vierten Satz präsentierten sich die Hachinger so schwach, dass diese wieder in weite Ferne gerückt schien.

Mit einer Energieleistung im entscheidenden Durchgang erreichten Michael Mayer, der den Matchball zum 15:13 verwandelte, und seine Mitstreiter das Minimalziel schließlich doch noch. "Wir hatten große Probleme, weil wir den ersten Satz verloren haben. Im fünften Satz hatten wir Glück, das war der Unterschied", kommentierte der sichtlich erleichterte Paduretu den Pokal-Krimi.um

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