Mit Sekt in Pappbechern stoßen sie an: Anna-Maria Wittek, Susanne Werth (vorne v.l.) und die Vorstandsmitglieder Monika Malinowski und Dagmar Richter. Foto: Malinowski

"Hand in Hand in Haar" begrüßt 100. Mitglied

Haar - Dagmar Richter hatte wohl eine gewisse Ahnung. Denn den Sekt hatte sie vor Beginn des Vereinsabends von „Hand in Hand für Haar“ schon kalt gestellt: Die Vorsitzende hatte zum Augusttreffen ins Bürgerhaus eingeladen und die Mitglieder erlebten einen fröhlichen Abend mit Überraschung.

„Hand in Hand für Haar“ bringt Bürger zusammen, die sich gegenseitig bei kleineren und größeren Problemen helfen. Für jede halbe Stunde Arbeit, egal ob man für jemanden Schnee schaufelt, Gesellschaft leistet oder Fahrdienste übernimmt, erhält man Punkte. Wer Hilfe anfordert, dem werden Punkte abgezogen. Trotz Urlaubszeit kamen viele, um sich auszutauschen und Neues aus dem Vereinsleben zu erfahren. Auch zwei interessierte Haarerinnen waren gekommen, um zu sehen, ob dieser Verein zu ihnen passen würde. Lebhaft wurde in der Runde erzählt, was so alles an Hilfe angeboten wird. Spontan sagten beide: „Ich werde hier sofort Mitglied!“

Spannend wurde es bei der Frage: Wer wird nun das 99. und wer das 100. Mitglied? Doch das klärten die Damen schnell. „Ich bin die Nummer 99!“, sagte Susanne Wehrt. So wurde Anna-Maria Wittek das 100. Mitglied.

Seit 2006 lebt sie in Haar und ist seit kurzem im Ruhestand. Nach einem langen Berufsleben als Betriebswirtin mit Schwerpunkt Personalentwicklung will sie ihre neu gewonnene Freizeit sinnvoll nutzen. Sie kann sich vorstellen, überall zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird, ob bei der Kinderbetreuung, beim Einkaufen, im Krankheitsfall oder - das besonders gerne - beim Gassigehen mit einem friedlichen Vierbeiner.

Anderen helfen und Punkte sammeln

Ein ganz anderen Einsatzbereich stellt sich Susanne Werth vor. Die Diplom-Informatikerin spricht perfekt Englisch und hat in ihrer Studentenzeit auch Mathe-Nachhilfe gegeben. - Hier kann sie Unterstützung geben, die sicher sehr gefragt sein wird. Sie lebt seit sieben Jahren in Haar und ist wie Anna-Maria Wittek angetan von der lebendigen und bürgerfreundlichen Gemeinde.

Mit einem Glas Sekt stießen die Mitglieder auf ihre „Neuen“ an und auf den Erfolg: Der Verein hat es nach anderthalb Jahren geschafft, 100 Mitglieder von der Idee zu überzeugen, dass keiner in Haar ohne nachbarschaftliche Hilfe sein muss. mm

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