Trennung im „gegenseitigen Einvernehmen“: Zwischen Bernhard Karg und HT München stimmt offenbar die Chemie nicht mehr. 
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Trennung im „gegenseitigen Einvernehmen“: Zwischen Bernhard Karg und HT München stimmt offenbar die Chemie nicht mehr. 

Handball Bayernliga

Bernhard Karg hört auf: Trainerwechsel bei HT-Team

  • vonChristian Amberg
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Trainerwechsel bei HT München: Die Bayernliga-Handballer und ihr neuer Trainer Bernhard Karg gehen nach nur fünf Monaten schon wieder getrennte Wege. Nachfolger werden zwei alte Bekannte: die ehemaligen Unterhachinger Spieler Thomas Schibschid und Friedrich Stoller.

Unterhaching/Taufkirchen – Nach der Last-Minute-Pleite beim Tabellen-Vorletzten Anzing hatten sich Konsequenzen angedeutet, nun wurde die Trennung vom Chefcoach bekannt gegeben. Der mit vielen Vorschusslorbeeren im Sommer vom TSV Allach verpflichtete Karg soll seinen Rücktritt bereits vergangene Woche angeboten haben. Nach der dritten Niederlage in Folge wurde am Mittwoch die „Trennung im beiderseitigen Einvernehmen“ vollzogen. Über die genauen Gründe vereinbarte man wie üblich Stillschweigen, rein sportliche waren es aber offensichtlich nicht. Auch Co-Trainer Christian Sorger, vergangene Saison noch Chefcoach, beendet sein Engagement.

Die Vereinsführung stellte am Mittwoch noch einmal Kargs Qualifikation heraus: „Wir hatten mit Berni einen Trainer, um dessen fachliche Qualitäten uns wahrscheinlich die halbe Liga beneidet hat“, sagte der für den HT-Männerbereich zuständige Marvin Dellner. „Berni ist A-Lizenztrainer, und er hat gut in unseren Verein gepasst. Aber manchmal ist es eben so, dass Kleinigkeiten nicht passen. Dann ist es besser, wenn man sich einvernehmlich und ohne böses Blut trennt, so wie das in diesem Fall war.“ Anscheinend stimmte als Kleinigkeit die Chemie zwischen ihm und seiner Mannschaft nicht.

Schibschid und Stoller sollen Handballer jetzt auf Kurs bringen

Noch im Januar hatte man Karg als „Wunschkandidaten“, „perfekten Kandidaten“ und „Optimallösung“ präsentiert, nachdem Christian Sorger seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt gegeben hatte. „Im Münchner Raum gibt es nur einen, der unsere Ansprüche erfüllen kann“, hieß es damals. Nur fünf Monate nach Kargs Amtsantritt stellt sich nun heraus, dass einiges weder perfekt noch optimal war. Die Ansprüche erfüllen sollen nun die beiden Ex-Spieler Thomas „Erwin“ Schibschid (35) und „Friedl“ Stoller (39). „Wir sind super glücklich, dass die beiden so schnell zugesagt haben“, so Dellner.

rAmberUnehachingrtebmaKlar dürfte sein, dass die zwei Neuen sehr schnell einen guten Draht zur Mannschaft finden werden. Zusammen spielten Schibschid und Stoller schon drei Jahre Dritte Liga in Bayreuth, dann auch für den TSV Unterhaching und standen bis zur Fusion mit der Taufkirchner Handball-Abteilung auch als gemeinsames Trainerteam bei der zweiten Hachinger Mannschaft an der Linie. Schibschid, der aus der Hachinger Jugend stammt und später sogar in der Bundesliga spielte, heuerte danach als Co-Trainer bei Ex-Coach Hubert Müller in Anzing an. „Ich freue mich, zurück zu sein und auf die Aufgabe“, sagt er jetzt und blickt zuversichtlich nach vorne: „Ich bin sehr optimistisch, denn wir übernehmen ja eine intakte Mannschaft. Berni hat super mit den Jungs gearbeitet und trainiert und hinterlässt zudem eine sehr solide Deckung.“

Warme Worte am Ende einer kurzen Liaison – die sich mit der sportlichen Situation (4:8 Punkte, Tabellenplatz elf) allerdings aktuell nicht recht in Einklang bringen lassen. Der Verein sieht bisher noch keine dramatische Schieflage: „Unser Saisonziel war, möglichst schnell den Nichtabstieg unter Dach und Fach zu bringen, daran hat sich nichts geändert“, stellt Dellner klar.

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