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Der Angeklagte hat mit Marihuana gedealt.

Wegen Vorstrafen

Handel mit Gras: Haftstrafe für 37-Jährigen

Er kann es einfach nicht lassen: Nun soll ein 37-Jähriger in Haft. Er hatte wiederholt mit Marihuana gedealt - angeblich, um seine Hochzeit zu bezahlen.

Östlicher Landkreis – Er konnte es einfach nicht lassen: Immer wieder hat ein Mann (37) aus dem östlichen Landkreis München regen Drogenhandel betrieben. Nun muss er dafür wahrscheinlich ins Gefängnis.

Vornehmlich verkaufte er Marihuana für zehn Euro pro Gramm an seine Abnehmer. Von Mai bis November kaufte er in sechs Fällen Mengen zwischen 100 und 1000 Gramm, um mit dann diesen zu dealen.

Im Januar 2017 wurde der 37-Jährige erwischt und festgenommen. In der Wohnung des Mannes fanden sich bei einer Durchsuchung 760 Gramm Marihuana sowie 1620 Euro Bargeld – vermutlich aus dem Drogenhandel. Nun musste er sich dafür vor Gericht verantworten.

Täter gesteht alles

Der Angeklagte räumte in der Hauptverhandlung am Amtsgericht München – wie schon bei seiner ersten polizeilichen Vernehmung – die Taten vollständig ein, erläutertet das Amtsgericht in einer Pressemitteilung. Der Mann aus dem Osten des Landkreises erklärte den Drogenhandel mit Geldschulden aus einer früheren Beziehung, in der zwei Autos auf Kredit angeschafft worden seien, die er vollständig übernommen habe. Außerdem habe er mit dem Gewinn aus dem Drogenhandel seine Mutter unterstützen und seine Hochzeit finanzieren wollen. Seine Partnerin, die er mittlerweile geheiratet hat, habe von den illegalen Geschäften nichts mitbekommen, betonte er. Er habe ein Doppelleben geführt.

Nicht nur eines als Dealer: Der sachverständige Toxikologe führte vor Gericht aus, dass der Angeklagten seit seinem zwölften Lebensjahr und zuletzt vier bis sechs Gramm Marihuana täglich konsumierte. Dies habe aber dessen Lebensführung und Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Abgesehen von Schlafstörungen habe der Mann keine schwereren Entzugssymptome, seitdem er keine Drogen mehr nimmt. Eine Abhängigkeit bestehe somit nicht.

Bereits 2009 verurteilt

Das Problem: Der Angeklagte war bereits 2009 wegen einschlägiger Taten, damals allerdings wegen geringerer Mengen, zu einer Bewährungsstrafe ohne Widerruf verurteilt worden. Der 37-Jährige appellierte in seinem Schlusswort ans Gericht: „Es gibt Menschen, die eine zweite Chance verdient haben.“

Das sah die Vorsitzende Richterin anders. Sie verurteilte den 37-Jährigen wegen mehrfachen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten – ohne Bewährung. Zwar habe der Mann alle Taten gestanden. Aber „zu Lasten des Angeklagten fand sein planvolle Vorgehen Berücksichtigung, sowie dass er insgesamt sehr große Mengen bestellte“, erläuterte die Richterin in der Urteilsbegründung. Überdies habe das Marihuana aus der letzten Bestellung einen sehr hohen Wirkstoffgehalt gehabt. „Weiter wirkt sich strafschärfend aus, dass der Angeklagte bereits einschlägig strafrechtlich in Erscheinung getreten ist und sich aus diesem Grund bereits einmal vor einem Schöffengericht verantworten musste.“

Staatsanwaltschaft und Verteidigung gingen aber in Berufung. Daher ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

mm

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