Der „Bayrische Jedermann" nach Hugo von Hofmannsthal, übertragen ins Bayerische von Oscar Weber, wird aufgeführt.

Harthauser Dorftheater spielt den "Jedermann" auf Bayerisch

Grasbrunn - Das Jubiläumsjahr „1200 Jahre Harthausen" prägt das ganze Dorf - und auch die rührige Truppe des Harthauser Dorftheaters. Die hat sich etwas Besonderes einfallen lassen: Der „Bayrische Jedermann" nach Hugo von Hofmannsthal, übertragen ins Bayerische von Oscar Weber, wird aufgeführt.

Und das an einem speziellen Ort, in der Wallfahrtskirche St. Ottilie in Möschenfeld. Premiere ist am 10. Oktober.

Alleine der Aufführungsort in der alten Wallfahrtskirche stellt das Amateurtheater vor ganz neue technische und künstlerische Herausforderungen. Die Bühne wird über den Altarraum gebaut, Beleuchtung und Technik müssen extra installiert werden, und zusätzlich zu den Kirchenbänken werden Sitztribünen aufgebaut. Außerhalb der Kirche werden Container für die Akteure aufgestellt, und für das Catering müssen die Besucher in die alte Freiluftkegelbahn des Gutes Möschenfeld. Ist der Text des „Jedermann“, bekannt vor allem von den Salzburger festspielen, sonst in Prosa und damit leichter, müssen die Akteure diesmal ihre Texte in Versform lernen. Zum Gelingen werden auch die Pastoralblos'n und die Organistin Megumi Onishi beitragen.

Der Inhalt des Theaterstücks ist schnell erzählt. Jedermann (Florian Freytag in der Titelrolle) lebt in Saus und Braus mit vielen falschen Freunden, die ihn alle verlassen, als er seinen letzten Gang vor Gottes Gericht antreten soll. Nur „seine Werke“, verkörpert von Marianne Leibig, wollen ihn begleiten und der Glaube (Manuela Milek) ihm helfen. Karin Meier (Mutter), Günter Okon (städtischen Freund), Hans Leibig (Tod und Co-Regisseur), Melanie Schwer (Buhlschaft), Michael Olandt und Alfons Bauer junior (Vettern) sowie Brigitte Knauer (Mammon) und Martin Raubüchl (Teufel) sind wie immer dabei.

"Der bayerische Jedermann": Dorftheater in Harthausen

Die Premiere ist am Freitag, 10. Oktober. Weitere Vorstellungstermine sind am 11., 12., 17., 18., 19., 23., 25. und 26. Oktober. Beginn ist wie immer um 19.30 Uhr, Einlass ab 18 Uhr, und es wird keine Pause geben. Außerdem ist bei entsprechend niedrigen Außentemperaturen die Kirche beheizt.

Vorverkauf

Wer das Spiel vom Sterben des reichen Mannes in Möschenfeld mitverfolgen möchte, hat die Möglichkeit, ab sofort zu reservieren, unter Tel. 0175/348 00 64 von Montag bis Freitag zwischen 18 und 21 Uhr und ab 29. September bis 20 Uhr. Der Vorverkauf übers Internet und weitere Informationen unter:

www.dorftheater.de.

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