Heftige Diskussion um "Falschdarstellung"

- Bürgerinitiative will Erweiterungsbau nicht verzögert haben

Baierbrunn (pk) - Die nicht immer reibungslose Zusammenarbeit mit der Presse war Tagesordnungspunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung. Mit seinem Antrag auf Richtigstellung eines Artikels in der Süddeutschen Zeitung wollte René Wies (BIG) die Aufgabe der Presse als korrekte Berichterstatter betonen, zog den Antrag jedoch zurück. Der Vorwurf der BIG nach der "Falschdarstellung" einer Aussage des Schulhausarchitekten Bernhard Peck über den Zusammenhang der Bürgerinitiative mit der Verzögerung des Erweiterungsbaus wurde in einer teils heftigen Diskussion debattiert. Bürgermeisterin Christine Kammermeier (SPD) erklärte energisch, dass nur Bernhard Peck das Recht habe, ein eventuelles Falschzitat richtig stellen zu lassen. Es sei zudem unerheblich, ob Aussagen wortwörtlich wiedergegeben würden, meinte Josef Fellermeier (SPD). Fakt sei, dass der Bau durch das Bürgerbegehren verzögert worden sei, und darum der Zusammenhang im Bericht dargestellt werden könne. Der Münchner Merkur hatte den Inhalt damals ebenso wiedergegeben, da Peck die Frage der Bürgermeisterin verneint hatte, ob aufgrund der Verzögerungen - im Zusammenhang mit der Bürgerbewegung - der Termin noch einzuhalten sei. In einem Gespräch des Münchner Merkur mit dem Architekten wurde deutlich, dass auch Peck das Bürgerbegehren als Verzögerungsfaktor sieht: "Der Planungsauftrag hätte Ende 2001 erteilt werden können, das Bürgerbegehren war im April." So sei die Chance auf eine Fertigstellung zum Schuljahresbeginn 2003 vertan worden. Unabhängig davon trügen auch andere Faktoren, wie eine Baugrunduntersuchung, zu einer Verzögerung bei. Jedoch sei das Bürgerbegehren "eine Entscheidung von gewissen Leuten" gewesen, die nun auch dazu stehen sollten.

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