Rausgerissen: 350 von 400 Pfosten liegen im Gras. Schaden: 2000 Euro.

Blinde Zerstörungswut auf sieben Kilometern

Heide-Vandalen: Hundehalter im Verdacht 

Oberschleißheim - Sieben Kilometer Fuß- und Radwege in der Heide zwischen der A 99 auf Oberschleißheimer Gemeindegebiet und dem Nordrand der Stadt München müssen nach einem Akt des Vandalismus gesperrt bleiben.

Wer die Täter waren, die rund 350 Markierungspfosten herausgerissen haben, ohne die ein sicheres Betreten des ehemaligen Bundeswehrgeländes nicht möglich ist, ist noch unklar. Der heideflächenverein ist empört.

Der Verein kann auf dem ehemaligen Bundeswehr-Übungsgelände Flächen nur dann öffentlich freigeben, wenn diese von Fachfirmen auf Munition und Explosivstoffe untersucht worden sind. Für die Freigabe wurden die gesicherten Wege mit Holzpfosten markiert. Rund 350 der 400 eingesetzten Pfosten haben unbekannte Täter aus dem Boden gerissen und in die Gegend geworfen. Dem Verein entstanden 2000 Euro Schaden. Er hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Um Hinweise zur Ermittlung der Täter bitten der Heideflächenverein, Tel. 089-/19 57 30, oder die Polizei Milbertshofen, Tel. 089/357 11 60. Der Heideflächenverein hat Hundebesitzer im Verdacht, die ihre Tiere auf den markierten Wegen an der Leine führen sollen.

Auch der Jagdpächter Wolfgang Schreyer aus Unterschleißheim kann bestätigen, dass die Hundebesitzer teilweise sehr aggressiv reagieren, wenn sie auf die Leinenpflicht angesprochen werden. Dr. Klaus Neugebauer von der Regierung von Oberbayern ist federführend bei den Bemühungen, diesen Konflikt zwischen den Verwaltern und den Nutzern der Fröttmaninger Heide zu beseitigen. Er kündigte an, ab September „einen besonderen Dialog ohne die Schablonen eines Verfahrens“ mit den Menschen führen zu wollen. Daraus soll dann eine Satzung für die Nutzung des Naturschutzgebietes erwachsen.

Rolf Zeitler, Bürgermeister von Unterschleißheim und Vorsitzender des Heideflächenvereins, sowie Geschäftsführerin Christine Joas hatten am vorgesehenen Termin der Wegefreigabe vom Zerstörungsakt berichtet.

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