Heiliger Andreas hat Kirchentür genau im Blick

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Kirchheim (agm) - Die Katholiken in Kirchheim müssen aufpassen: Jetzt hat St. Andreas genau im Blick, wer in die Kirche geht und wer nicht. Mit dem Kopf Richtung Kircheneingang gedreht, steht er mit zwölfjähriger Verspätung endlich hoch droben am Nordgiebel des Pfarrheims. Architekt Lothar Schlör hatte 1989 diesen Platz extra für einen künstlerischen Akzent frei gelassen. Gestern erhielt die 2,70 Meter große, 250 Kilogramm schwere Bronzefigur aus der Ebersberger Kunstschmiede Bergmeister den Segen.

Der Bruder des Firmeninhabers, German Larasser, ist ihr Erschaffer. Sein Entwurf des St. Andreas im Mantel, das Kreuz in der Hand, von der Seite betrachtet, so dass er gen Kirchentor blickt, überzeugte die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde sofort. Mit Hammer und Händen bearbeitete Larasser die sechs Millimeter dicken Bronzebleche. Im Laufe der vierwöchigen, täglichen Arbeit entwickelte der 64-jährige Kunstschmied eine tiefere Zuneigung zu seinem Heiligen. Allein, wenn auch schweren Herzens, er musste sich von St. Andreas trennen: Zur Freude der Pfarrgemeinde, die das Ereignis gestern mit Pfarrer Sebastian Dallos, der Blaskapelle Kirchheim sowie einem großen Herbstbasar des Bastelkreises unter Leitung von Pfarrgemeinderatsvorsitzender Marlene Bauer groß feierte.

Der herrliche Spätsommertag lockte auch zahlreich die Besucher an, die vom Helferkreis der Kirche mit leckeren Kuchen und Schweinsbraten versorgt wurden. Der Erlös kommt der Finanzierung des Kunstwerkes zugute. Spenden werden noch dringend benötigt.

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