Heimstettener See
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Eigentlich idyllisch: der Heimstettener See. Am Donnerstag feierten dort fast 1000 Jugendliche.

Am Heimstettener See

Mädchen wird bei Abschlussfeier ins Gebüsch gezerrt und vergewaltigt - Polizei fahndet weiter

  • Doris Richter
    VonDoris Richter
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  • Leyla Yildiz
    Leyla Yildiz
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Bei ihrer Abschlussfeier am Heimstettener See ist ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt worden. Die Polizei eine Täterbeschreibung veröffentlicht.

Update vom 1. August, 11.28 Uhr: Nach der Vergewaltigung einer 15-jährigen Schülerin nach einer Abschlussparty am Heimstettener See (siehe Ursprungsmeldung) sucht die Polizei weiter nach dem Täter. Über einen Zeugenaufruf bekam die Polizei erste Hinweise, die nun ausgewertet werden, wie ein Sprecher am Sonntag mitteilte.

Schülerin bei Abschlussfeier am Heimstettner See vergewaltigt

Ursprungsmeldung:  Heimstetten - Bei einer Schulabschlussfeier am Heimstettener See ist ein 15-jähriges Mädchen aus dem nördlichen Landkreis München* vergewaltigt worden. Die Jugendliche war ab 13 Uhr am Donnerstag (29. Juli) mit etwa 150 anderen Personen vor Ort, bis sie dort ein wenig später einen jungen Mann kennenlernte, wie die Polizei München nun mitteilte.

Die beiden entfernten sich zur späteren Abendstunde von der Feier, um sich in Ruhe unterhalten zu können. „Dort zerrte der Mann sie gegen ihren Willen unter der Anwendung von Schlägen in ein Gebüsch“, schreibt die Polizei. „Um sie gefügig zu machen, verabreichte er ihr noch eine unbekannte Substanz, die sie schnupfen musste.“ Danach vergewaltigte er sie. Kurz darauf ließ er von ihr ab und flüchtete unerkannt.

15-Jährige vergewaltigt: Polizei gibt Täterbeschreibung heraus

Das Mädchen ging sofort zu einer Freundin und erzählte ihr alles. Um kurz vor 23 Uhr rief diese schließlich die Polizei an. Die 15-Jährige befand sich in einem Schockzustand und hatte wegen der unbekannten Substanz erhebliche Erinnerungslücken. Die Ermittlungen führt nun das Kommissariat 15. Das gibt folgende Täterbeschreibung heraus:

  • Männlich, ca. 25 Jahre alt, ca. 175 cm groß
  • südländischer Typ, sehr dunkelbraunes Haar
  • Haarlänge reicht bis zur Nase, allerdings nur seitlich und nicht ins Gesicht fallend
  • bekleidet mit weißen Turnschuhen und sprach gebrochenes Deutsch

Nach Vergewaltigung am Heimstettener See: Polizei sucht nach Zeugen

Die Polizei ruft nun alle Zeugen auf, sich zu melden: „Wer hat entsprechende Beobachtungen vor allem im Zeitraum zwischen 21 Uhr und 23 Uhr machen können, die zur Aufklärung der Tat beitragen können? Insbesondere sind jegliche Hinweise zur Person des Täters äußert hilfreich.“ Sachdienliche Hinweise bitte an das Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Telefon 089/2910-0, oder an jede andere Polizeidienststelle.

Unbekannte versuchten, die Hütte der Wasserwacht in Brand zu setzen.

Feiernde randalieren auf Wasserwachtgelände

Während der Feier am Donnerstagabend wurde auch das Gebäude und Gelände der Wasserwacht am Heimstettener See erheblich beschädigt. Nach Angaben der Wasserwacht waren etwa rund 1000 Jugendliche abends am See, die dort feierten und wohl auch randalierten. „Ich bin fasslungslos“, sagt Christian Patzak von der Wasserwacht. Seit 30 Jahren arbeitet er dort ehrenamtlich, „doch so etwas habe ich noch nicht erlebt“. Unter anderem versuchten unbekannte Täter am späteren Abend, die Hütte der Wasserwacht in Brand zu setzen - was glücklicherweise misslang. Sitzbänke wurden kaputtgetreten, Schilder aus der Verankerung gerissen, Duschen zerstört und Liegewiese, Auffahrt und Parkplätze sind mit Scherben übersät. „Die Jugendlichen verhielten sich zum Teil unglaublich respektlos“, erzählt Patzak. Wollten Mitarbeiter sie zurechtweisen, hätten sie nur Beschimpfungen als Antwort bekommen. „Sie haben auch überall hinuriniert.“

3500 Euro Schaden

Bis 20.45 Uhr war die Station der Wasserwacht besetzt, danach legten die unbekannten Täter richtig los. Schaden: rund 3500 Euro. Anzeige bei der Polizei hat die Wasserwacht bereits erstattet. Die Mitarbeiter sind erschüttert und frustriert. „Eigentlich ist der Heimstettener See so ein idyllischer Ort“, sagt Patzak. Doch bei den Feiern in den letzten Wochen gehe es immer schlimmer zu. „Wir machen das hier ehrenamtlich“, so Pazak. Doch so mache Ehrenamt bald keinen Spaß machen.  

Außerdem bittet die Polizei darum, Bilder oder Videos von der Feier beziehungsweise der näheren Umgebung auf dieser Internetseite hochzuladen. https://medienupload-portal01.polizei.bayern.de (ly) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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