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Zuschauer stehen am Straßenrand Spalier

Der Maibaum kommt mit dem Schlüter

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Heimstetten - Über 30 Meter lang, passt der künftige Heimstettener Maibaum gerade so unter die Zelt-Überdachung vor dem Bürgerhaus. Anfang Januar ist die Fichte im Ebersberger Forst geschlagen und nun eingeholt worden. Jetzt wird der Baum gehobelt, gewickelt und bemalt.

Zum elften Mal ist der Hoaschdenger Kegelclub mit der Tradition des Maibaumaufstellens betraut. Fünf Wochen lang haben die Männer die Nebenräume des Bürgerhauses saniert und über 700 Mannstunden geleistet, damit aus einem Abstellraum ein „Maibaumstüberl“ wurde: eine 130 Quadratmeter große Wirtshausstube mit Tischen, einer Schänke, Küche und Toiletten sowie ein kleiner Biergarten im Freien. „Die Räume dürfen sie bis Ende des Jahres behalten, einige Vereine haben schon angefragt, ob sie dort ihre Sitzungen oder Treffen abhalten dürfen“, bestätigt Kulturreferentin Katharina Ruf. 

Angeführt von Kapellmeister Reinhard Hagitte und den 22 Musikern der Musikkapelle traf der Baum in der Feldkirchener Straße ein. Gezogen von einem grauen Schlüter-Traktor, den gefühlvoll und umsichtig Franz Hiltmair rangierte Genauer gesagt waren es zwei Bäume, denn auf der großen Maibaumfichte war zusätzlich eine kleinere Version geschnallt. „Den bekommt die Silva-Grundschule“, sagte der Stifter des Baums, ÖDP-Gemeinderat Josef Dirl. „Das wird ein toller Maibaum, schön grad und kräftig ist er,“, sagt Dirl stolz. Geschöpst wurde er bereits im Wald, daher trocknet er bereits seit einigen Wochen.

Die Taferl gibt's ganz zum Schluss

Nun ist Schreiner Oliver Albers gefordert, er wird ihn hobeln und schleifen. Dann übernimmt Michael Beck, er wird den Baum „aufreißen“ und wickeln, damit die Rautenmuster und Girlanden eingezeichnet werden können. „Zum Schluss kommen die Taferl, da werden wir die vom letzten Baum verwenden“, sagte Beck. Kegelclub-Vorstand Benedikt Mayr ist froh, dass so viele Handwerker in den Reihen des Vereins sind, nur „so ist das überhaupt alles zu stemmen.“ Stolz ist er auch darauf, dass „in den ganzen 50 Jahren noch nie ein Baum gestohlen worden ist.“ Und das soll auch so bleiben. „Auch wir Gemeinderäte werden unseren Dienst leisten“, hatte Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) bereits vor Wochen versprochen. 

Die Wachen sind schon eingeteilt

Ein kleines Risiko bleibe immer, zumal der Baum direkt an der Straße liegt. Aber „er ist mit Gewichten beschwert und das Zelt schützt auch vor allzu neugierigen Augen“, hofft Dirl. Die Wachen sind eingeteilt und auch das Programm mit 17 Veranstaltungen steht: So gibt es eine Nacht der Tracht (9.4.) und diverse Partys.

„Selbstverständlich feiern wir am 24. April auch den Tag des Bieres und richtig rund geht’s dann bei der großen Maibaum-Party mit „Tanz in den Mai“ am 29. April“, freut sich Vorstand Mayr. Am Waaghäusl wartet bereits die massive Stahlhalterung, in die der geschmückte Baum am 1. Mai ab 10 Uhr eingelassen wird.

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