Hein und Höck an der Spitze

Schäftlarn - Schäftlarner Grüne wählen neue Vorstandschaft

Schäftlarn - Künftig werden die Schäftlarner Grünen von einer Doppelspitze vertreten: Auf der Jahresversammlung wurde Anton Höck erneut als Sprecher gewählt, ihm zur Seite steht dabei von nun an Veronika Hein. Die weiteren Posten: Kasse: Uli Stuke, Schriftführerin: Sigrid Seeler, Beisitzer: Ingrid von Schmidt und Sebastian Berger, Kassenprüfer: Julia Lankes und Gerd Zattler. „Unser Wahlkampf war kreativ und pfiffig“, bilanzierte der Ortsverbandsvorsitzende in seinem Rückblick. Zwar musste sich der Grünen-Kandidat Lankes in der Stichwahl Amtsinhaber Matthias Ruhdorfer geschlagen geben, dennoch ist im Gemeinderat die Partei zweitstärkste Fraktion. „Leider“, bedauert Höck, „geht Ruhdorfer weiterhin nicht auf uns zu, auch nicht bei der Wahl seiner Stellvertreter. Also kein Konsens, sondern Blockadebildung.“

Höck wundert sich über die Themen, die die CSU nun verstärkt angehen möchte: Die Asylpolitik und Ganztagesschulen. „Haben die Kreide gefressen? Und wo schlägt sich das im Haushalt nieder? Oder wurde mal die Schulfamilie gefragt hat, was sie darüber denkt? Eine Ganztagesschule braucht Platz, um alle Vorgaben zu erfüllen.“ Höck zeigt einerseits Verständnis für die Einstellung der Neufahrner Bürger gegen die geplanten Windräder: „Auf der einen Seite die Autobahn, auf der anderen dann die Windräder. Und es macht mich nachdenklich, dass die Stadtwerke ausgestiegen sind die Anlagen gelten als riskant.“ Er kritisiert aber auch Ruhdorfers Verhalten gegenüber der Nachbargemeinde. „Hier gleich so auf Konfrontation zu gehen. Kein Wunder, dass wir nicht an Informationen kommen.“ Doch Energiewende sei ohne Windkraft nicht möglich. „Aber man kann nicht immer nur ,Nein, bei uns bitte nicht’ sagen.“ Große Themen werden die Ortsumfahrung, der Breitbandausbau und der Bau eines neuen Feuerwehrhauses für die Feuerwehr Hohenschäftlarn sowie der B11-Ausbau sein. „Auch darüber, dass endlich eine Ortsgestaltungssatzung beschlossen werden muss, besteht mehr als nur Gesprächsbedarf“, sagte Höck. Zudem fehlt es nach wie vor in der Gemeinde an einer Art Bürgerhaus oder Veranstaltungsraum. sh

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