Preisverleihung in Haar: Die Jury um Ursula Bittner, Ivonne Brosch, Inga Helfrich, Monika Manz, Manfred Meiler und Barbara Kuhn ehrt die Preisträger Paula Binder (3.v.l.) und Mathias Kupczyk (3.v.r.). foto: fkn

Herausragendes schauspielerisches Talent: Lore Bronner Preis 2010

Haar - Was bedeutet es, psychisch krank oder geistig behindert zu sein? Diesen Fragen gingen die beiden preisgekrönten Nachwuchsschauspieler Paula Binder und Mathias Kupczyk im Kleinen Theater in Haar nach.

Anlässlich der Verleihung des Lore Bronner Preises des Bezirks Oberbayern spielten sie ein Stück aus ihrem Repertoire.

Paula Binder spielte Elaine aus „Die eine und die andere“ von Botho Strauß und Mathias Kupczyk die Rolle des Hans aus „And Björk, of course“ von Thorvaldur Thorsteinsson. Beide Schauspieler waren bereits während ihrer Ausbildung durch eine außergewöhnliche Begabung aufgefallen und haben die Jury des Förderpreises für darstellende Kunst des Bezirks Oberbayern mit einem Pflichtstück sowie einem selbst gewählten Bühnenwerk überzeugt.

Die Laudatio auf die beiden Preisträger nahm die Regisseurin, Schauspiellehrerin und Autorin Inga Helfrich vor: „Paula und Mathias haben uns gezeigt, wie man schwierige Rollen uneitel mit Leichtigkeit und Genauigkeit zeigt und dabei Themen berührt, die uns berühren.“

Paula Binder überzeugte die Jury durch „die Bühnenpräsenz, die für die angehende Schauspielerin bereits erstaunlich“ sei. Außerdem sei ihr Spiel „sehr authentisch, dabei wandlungsfähig und variantenreich“. Die 23-Jährige absolviert seit drei Jahren die Ausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule. Bei Mathias Kupczyk gefiel den Juroren „die große Spielfantasie und Vielseitigkeit“ als auch sein „gutes Körpergefühl und die Imagionationsfähigkeit mit starken inneren Bildern“. Der 20-jährige Münchner besucht seit 2008 die Internationale Schule für Schauspiel und Acting.

Um den jungen Preisträgern den Start ins Berufsleben zu erleichtern, hat der Bezirk Oberbayern diesen nach der Münchner Schauspielerin und Bühnenleiterin Lore Bronner benannten Förderpreis nicht nur mit einem Preisgeld (3000 Euro) ausgestattet: Die jungen Akteure erhalten auch ein Engagement am Weilheimer Theater anlässlich der Weilheimer Festspiele.

Damit möchte der Bezirk Oberbayern, wie stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Ursula Bittner bei der Preisverleihung ausführte, die erste Hürde in der Schauspielerkarriere nehmen helfen. Aber, so erinnerte Bittner, die auch als Juror an der Auswahl der Preisträger mitgewirkt hatte: „es bleibt dabei: junge Schauspieler sind auf der Bühne allein auf ihr Können angewiesen.“ Dies haben die Geehrten bereits unter Beweis gestellt. mm

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