Ilka Schneider v erknüpft die edle chinesischen Tuschemalerei mit westlichen künstlerischen Stilelementen. Foto: robert Brouczek

Aus herkömmlichem Kulturkreis heraustreten

Ottobrunn - Es genügen wenige Striche, um ein kleines Meisterwerk zu schaffen. Der „Rauch“ von Ilka Schneider ist so eines.

Unten am linken Bildrand befindet sich die Feuerstelle – angedeutet durch ein kleines Rund, in dem zwei orangefarbene Linien genügen, um das Feuer anzudeuten. Dann führt ein starker Strich weit über die Bildmitte hinaus. Ihre Tuschemalereien zeigt Ilka Schneider derzeit unter dem Titel „Allerleischwarz“ in der Ottobrunner Galerie „Treffpunkt Kunst“.

Die 41-jährige Künstlerin, die am Prenzlauer Berg in Berlin lebt, ist nach Ottobrunn zurückgekehrt. Hier hat die gebürtige Gräfelfingerin Abitur gemacht, um dann in die Bundeshauptstadt zu ziehen – und in die weite Welt. Denn schon seit frühester Kindheit zeigte sie Interesse an der chinesischen Kultur und bereiste das Land. In Taiwan lebte Ilka Schneider, die Sinologie studiert hat, für ein Jahr. Was sie dort erlebt hat, hat sie in dem Buch „Zwischen Geistern und Gigabytes - Abenteuer Taiwan“ festgehalten. Bei der Vernissage trug sie einige Ausschnitte daraus vor. Im Mittelpunkt ihres kreativen Schaffens steht jedoch die Kunst und eben die Tuschemalerei. Diese hat ihren Ursprung im China des zehnten Jahrhunderts, sie war beispielsweise als „Literatenmalerei“ eine Kunstform der klassisch gebildeten Elite, die als Dilettanten die Beherrschung der vier großen Künste Poesie, Kalligraphie Tuschmalerei und Musik anstrebte. Allerdings nicht zum Broterwerb, sondern zur Vervollkommnung der eigenen Persönlichkeit.

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