„Ich freue mich schon jetzt auf die Maimusi, auf unseren Sommerlauf, der letztes Jahr erstmals stattfand und hoffentlich Tradition wird, und auf die Ausstellungen im Rathaus“: Bürgermeisterin Barbara Angermaier beim Neujahrsempfang. Hier mit Luise Heymann (l.) und Ingrid Hirsch (r.) von der Nachbarschaftshilfe, denen sie für ihr Engagement dankte. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Waltraud Jauss an der Harfe und den Grünwalder Sängerinnen. Foto: ak

Das Herz hängt an der Mittagsbetreuung

Baierbrunn - Bürgermeisterin Angermaier skizziert die Baierbrunner Pläne für das Jahr 2016

In einem der schönsten Sitzungssäle im Landkreis stießen am Samstag die Baierbrunner mit ihrer Bürgermeisterin auf ein „friedliches, gesundes, neues Jahr“ an. Und standen nach dem offiziellen Teil des Neujahrsempfangs noch eine gute Weile gemütlich beieinander.

In ihrer Ansprache blickte Barbara Angermaier (BIG) zurück auf die vergangenen zwölf Monate - und wagte einen Ausblick auf 2016. „Viel Raum“ habe man in letzter Zeit der Diskussion um den richtigen Standort für die neue Mittagsbetreuung gegeben - bei der Wichtigkeit des Themas auch nötig, meinte die Rathauschefin. Unterdessen habe der Waldorfkindergarten sein neues Zuhause schon erstellen können in Buchenhain, dieser Tage wird das neue Domizil bezogen. Ein „Highlight“ sei 2015 das Dorffest gewesen, das drei Tage gedauert hat und dank dem Zelt, das die Gemeinde aufstellen ließ, unabhängig vom Wetter gewesen ist. Auch dieses Jahr wird es im Zuge der Maibaumaufstellung einen „Tag der Gemeinde“ geben.

Man könne die Welt nicht ändern, aber die Segel anders setzen, stellte Angermaier ein Aristoteles-Zitat über die Herausforderungen, die heuer auf die Gemeinde zukommen. Weiter wird freilich die Mittagsbetreuung ein Thema bleiben: „Davon lasse ich mich nicht abbringen.“ Der Neubau sei ihr eine „Herzensangelegenheit“, meinte die Bürgermeisterin.

Beschäftigen wird die Gemeinde Baierbrunn auch die Unterbringung von knapp 70 Flüchtlingen, die 2016 wohl kommen werden. „Wir verteilen die Leute dezentral“, sagte Angermaier. „Ich nehme hier auch Ihre Sorgen ernst.“ Des weiteren: Bekommt der TSV in diesem Jahr seinen Kunstrasenplatz, den sich die Kommune eine Million Euro kosten lässt. Auf der Bundesstraße 11 wird hoffentlich bald der Kreisel gebaut, der den Sportpark anbindet, die Gemeinde sucht den Anschluss an die Geothermie in Pullach.

Wichtiges Vorhaben ist außerdem ein Ortsentwicklungsplan, bei dessen Erstellung die Bevölkerung mit eingebunden wird. Erstmal geht dafür der Gemeinderat in Klausur, in die „Schule der Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten“.

Ansonsten? Könne die Gemeinde, meinte Angermaier, „positiv in die Zukunft schauen“, man habe „signifikante Rücklagen gebildet“. Ehe sie mit Blumen und kleinen Geschenken besonders verdiente Bürger auszeichnete: Werner Tütting für sein langjähriges Engagement beim TSV, Luise Heymann und Ingrid Hirsch für ihren Einsatz bei der Nachbarschaftshilfe. Christian Westermann vom Waldorfkindergarten, der dieses Wochenende jede Menge zu tun hatte auf der Baustelle, die bald keine mehr ist, bekam ebenfalls eine Stärkung überreicht.

Andrea Kästle

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