Feuerwehr Sauerlach

Hightech-Schulungen von der Teeküche aus

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Sauerlach - Platznot und Durchzug: Etwa 150 000 Euro bräuchte die Freiwillige Feuerwehr Sauerlach zum Umbau des Lehrsaals und des Vordaches der Fahrzeughalle.

Doch dafür hat die Gemeinde derzeit kein Geld. Nicht einmal die Planungskosten sind im knappen Haushalt drin. 

In einem Antragschreiben, das dem Gemeinderat jüngst vorlag, schildert unter anderem der damalige Kommandant Andreas Englberger die prekäre Lage. Danach tue die Sanierung des Feuerwehrhauses dringend Not. 80 Aktive hat die Wehr mit 90 Einsätzen in 2014. Zu Buche schlagen ebenfalls rund 39 Übungs- und Ausbildungsveranstaltungen mit 1740 Stunden. Notwendig, um die Mannschaft leistungsfähig und auf dem aktuellsten Stand zu halten. Die Schulungen finden meist im Lehrsaal des Gerätehauses statt. 

Das Problem: Immer öfter reicht hier die Bestuhlung nicht. Die Lösung derzeit: die Trennwand zur Teeküche wird geöffnet, um weitere Stühle dort zu platzieren. Aber auch die reichen für die Feuerwehrdienstleistenden in zunehmendem Maße nicht. Nach Rücksprache mit dem Architekten wäre eine Erweiterung baulich aber durchaus möglich.

 Ein weiteres Problem ist die marode Fensterfront auf der kompletten Breite des Gebäudes über der Fahrzeughalle. 20 Jahre haben die Gläser schon auf dem Buckel. Da pfeift der Wind schier durch die Ritzen. Heutige Energiestandards bleiben da unerreicht. Die Kosten auf Sanierung oder Austausch schätzt die Wehr auf 38 000 Euro. 

Gemeinderat Robert Lechner (CSU) hat sich das Ganze bereits angeschaut, er kann die Lage nur betätigen. „Spätestens in ein bis zwei Jahren ist eine Fensterrenovierung unbedingt nötig.“ Um zumindest über den Kostenrahmen oder bauliche Alternativen einen Überblick zu erhalten, schlug Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) die Einschaltung eines Planungsbüros vor. „Erst anschauen, dann planen“, sei halt die Devise. Vielleicht könnte ein anderes Bestuhlungssystem zumindest das Problem im Lehrsaal lösen. 

Aber selbst für Planungskosten in Höhe von 10 000 bis 15 000 Euro ist im Etat kein Platz. Der ist „auf Kante genäht“, wie bereits berichtet. Fraktionssprecher Paul Fröhlich (CSU) hakte noch nach, ob es wirklich keine Haushaltsstelle gäbe, in der diese Kosten noch unterzubringen wären. Keine Chance, signalisierte Peter Bosch, der Kämmerer der Gemeinde. „Das müssen sich alle erst mal anschauen, vielleicht gibt es ja noch ganz andere Ideen“, schlug Bogner vor. Einstimmig beschloss der Gemeinderat einen Ortstermin, um einen Überblick über den Sanierungsbedarf zu bekommen.

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