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Hilfe für Ilembula hat viele Gesichter am Ernst-Mach-Gymnasium in Haar. Musik, Kunst-Versteigerung und Dia-Vortrag bilden den Rahmen für die Gründung des Schul-Partnerschaftsverein.

Schul-Partnerschaftsverein für Ilembula

Schüler helfen Schülern

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Haar - Seit 29 Jahren gibt es die enge Verbindung zwischen der Haarer Jesuskirche und der Kirche in Ilembula (Tansania). 

Im Jahr 2012 besuchte Busl gemeinsam mit seiner Frau Christl, Freunden und Schülern des EMG erstmals das Land, im vergangenen Sommer ein zweites Mal. „Während die Jesuskirche natürlich vor allem kirchliche Projekte unterstützt, engagieren wir uns in dem 20 000 Einwohner-Ort Ilembula an zwei weiterführenden Schulen. Da Tansania eines der ärmsten Länder der Erde ist, fehlt es bei den Schulen an allen Enden.“

 Um die Hilfe besser koordinieren zu können, hat Busl mit engagierten Eltern und Lehrern nun den Verein „SchuPa Tansania“ gegründet und diesen vor rund 90 Interessierten vorgestellt. Im Anschluss an ein afrikanisches Lied, das die Buben und Mädchen des Unterstufen-Chors sangen, zeigte Busl einen Dia-Vortrag mit seinen Eindrücken von der Reise im Sommer 2015. 

Dabei wurde sehr deutlich, wo die Hilfe am sinnvollsten eingesetzt werden kann: Obwohl Tansania mit 120 ethnischen Bevölkerungsgruppen und einem gleich starken Anteil von Moslems und Christen sehr friedlich und äußerst gastfreundlich sei, drohe auch dort Gefahr von radikalen Moslems. Vor allem Mädchen sind nach Aussage von Busl gefährdet und brauchen besonderen Schutz. Geld sammeln sowie durch Veranstaltungen und Mitgliedsbeiträge einnehmen will der Verein, um sichere Lehmhäuser mit Übernachtungsmöglichkeiten in Stockbetten finanzieren zu können. „Die rund 1000 Kinder in den beiden Schulen laufen oft von sehr weit her, meist ohne Schuhe.“ Stabile Betten gibt es derzeit nur für 60 Mädchen. Ziel soll es sein, allen Schülern eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten zu können. Der zweite Schwerpunkt des Vereins soll der direkte Kontakt und Austausch sein. Das Ziel ist die Begegnung von jungen Haarern und Schülern aus Ilembula auf Augenhöhe, „nicht immer als Geber und Nehmer“, sagte Busl. 

Die Mitgliedschaft im Verein kostet im Jahr 24 Euro, für Familien 48 Euro. Busls Ziel sind 200 Mitglieder jedes Jahr, „das wären dann rund 5000 Euro, die wir in Tansania sinnvoll einsetzen könnten“. Bislang hat das EMG mit diversen Aktionen bereits über 80 000 Euro gesammelt und in den Schulen von Ilembula investiert. Weitere 600 Euro kamen auch am Abend der Vereins-Vorstellung hinzu: Bei einer in Tansania zu jedem Fest gehörenden Versteigerung ersteigerten die Besucher afrikanische Korbwaren und Stoffe sowie von Haarer Eltern und Geschäftsleuten gespendete Kunstwerke.

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