Er bernnt! Der Baum vor dem Hochbrücker Maibaum. Mehrmals hatte ein Saboteur die Stromkabel durchschnitten. Aber den Triumph gönnten ihm die Hochbrücker nicht. Im Baum steckt eine Weihnachtsausgabe des Münchner Merkur.
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Er bernnt! Der Baum vor dem Hochbrücker Maibaum. Mehrmals hatte ein Saboteur die Stromkabel durchschnitten. Aber den Triumph gönnten ihm die Hochbrücker nicht. Im Baum steckt eine Weihnachtsausgabe des Münchner Merkur.
Der Beweis: Brennende Kerze am Hochbrücker Baum vor der Weihnachtsausgabe des Münchner Merkur.
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Der Beweis: Brennende Kerze am Hochbrücker Baum vor der Weihnachtsausgabe des Münchner Merkur.

Und er leuchtet doch

Hochbrück wehrt sich gegen Christbaum-Saboteur

Garching - Die Hochbrücker haben sich nicht klein kriegen lassen von dem Saboteur, der an ihrem Orts-Christbaum mehrmals die Stromleitungen gekappt hatte. Der Baum leuchtete an Heiligabend – und weiterhin.

An Heiligabend hat er dann doch geleuchtet, der Hochbrücker Christbaum. Und das, obwohl die Garchinger Stadtverwaltung wenige Tage zuvor angekündigt hatte, den Baum aus Sicherheitsgründen vom Stromnetz zu nehmen. Vorausgegangen waren wie berichtet zwei Vorfälle von handfestem Vandalismus: Erstmals Anfang Dezember und dann noch einmal kurz nach dem vierten Advent hatte ein Unbekannter mehrere Lichterketten an dem städtischen Christbaum mutwillig zerschnitten. Aus Kostengründen und vor allem wegen der Sicherheit habe man daraufhin entschieden, auf eine erneute Reparatur zu verzichten, erklärte ein Sprecher der Stadtverwaltung noch am vergangenen Donnerstag.

Keine Kapitulation vor dem feigen Täter

Doch damit wollten es einige Bürger aus dem Stadtteil nicht bewenden lassen. „Wo kämen wir denn hin, wenn wir vor so einem Feigling kapitulieren würden?“, fragt Rudi Naisar, SPD-Stadtrat aus Hochbrück und lange Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr. Und so habe man pünktlich zu Heiligabend die Lichterketten kurzerhand selbst repariert. „Bei der Feuerwehr gibt’s ja genug Leute, die das können“, sagt Stadtrat Rudi Naisar, der betont: „Die Menschen haben zu Weihnachten so eine Freude an einem beleuchteten Christbaum. Das gehört einfach dazu.“

Waches Auge auf den Baum

Wobei der Hochbrücker die Entscheidung der Garchinger Stadtverwaltung durchaus verstehen kann: „Dass die Stadt auf die Sicherheit achten muss, ist ja klar. Aber wir konnten das so nicht stehen lassen.“

Was die Stadtverwaltung von so viel Eigeninitiative hält, war gestern wegen des Feiertags nicht in Erfahrung zu bringen. Ein Rathaussprecher hatte vor Weihnachten erklärt, dass man nach den Vorkommnissen davon ausgehen müsse, dass der unbekannte Lichterketten-Zerschneider auch noch ein drittes Mal zuschlage. „Und wenn gerade im unteren Bereich des Baums offene Stromleitungen herumliegen, dann ist das zu gefährlich“, so der Sprecher. Dazu erklärt Rudi Naisar: „Wir haben jetzt natürlich ein verstärktes Augenmerk auf den Baum, damit sich da niemand mehr dran zu schaffen macht.“

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