Es gibt aber ein großes Problem

Arbeitskreis fordert: Stellt mehr Funkmasten auf

  • schließen

Das Mobilfunknetz in Höhenkirchen-Siegertsbrunn ist lückenhaft. Das prangert der Arbeitskreis „Arbeit und Wirtschaft“ an. Er fordert die Gemeinde auf, mehr Sendemasten aufzustellen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Die Optimierung des Mobilfunknetzes im Ort und eine gezielte Wirtschaftsförderung – das fordert Rolf Gaertner, Sprecher vom Arbeitskreis „Arbeit und Wirtschaft“ der Zukunftswerkstatt Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Im Gemeinderat stellte Gaertner jetzt die Arbeit des derzeit sechsköpfigen Arbeitskreises vor, der es sich unter anderem zum Ziel gemacht hat, die örtlichen Wirtschaft zu fördern und die Gemeinde für Gewerbetreibende attraktiver zu machen.

Neben dem langwierigen Bemühen um den Breitband-Ausbau im Ort beschäftigt Gaertner vor allem das schlechte Mobilfunknetz. „Wir brauchen mehr Funkmasten“, stellt er klar. Doch die Standortsuche sei problematisch, was der AK-Sprecher darauf zurückführt, dass Teile der Bevölkerung nach wie vor Vorbehalte gegen Funkmasten in ihrer Nähe hätten. So würden etwa Landwirte, die mit dem Gedanken spielten, Funkmasten auf ihrem Gelände errichten zulassen, angefeindet. Er bat deshalb den Gemeinderat, klar Stellung für einen Ausbau des Mobilfunknetzes zu beziehen.

Luitgart Dittmann-Chylla (Grüne) schlug vor, beim Ausbau des Netzes mit dem Umweltinstitut München zusammenzuarbeiten. Der Umweltschutz-Verein habe bereits in der Vergangenheit dabei geholfen, geeignete Standorte für Funkmasten zu finden. Gaertner kann sich nach eigener Aussage durchaus vorstellen, das Umweltinstitut miteinzubeziehen, will zuvor aber erst mit den Mobilfunkbetreibern das Gespräch suchen und ein passendes Konzept erarbeiten. Mit dieser Reihenfolge war Gudrun Hackl-Stoll (Grüne) nicht einverstanden. „Es wäre für eine Akzeptanz in der Bevölkerung besser, erst mit dem Umweltinstitut zu reden“, sagte sie.

Neben der Digitalisierung und dem Ausbau des Mobilfunknetzes setzt sich der AK für die Förderung der E-Mobilität im Ort ein. Gaertners hält es für ein realistisches Ziel, heuer zwei bis drei Ladesäulen im Ort aufzustellen. Die Förderung liege bei 40 Prozent. In diesem Zusammenhang bat er um personelle Unterstützung durch die Gemeinde. So benötige man eine engagierte Mitarbeiterin, die dabei helfe, eine detaillierte Ladesäulen-Strategie auszuarbeiten und die Förderanträge zu stellen.

Insgesamt müsse die Wirtschaft in der Gemeinde mehr gefördert werden. „Wir liegen in vielen Bereich auf den letzten Plätzen im Landkreis“, sagte Gaertner. So habe Höhenkirchen-Siegertsbrunn pro 1000 Einwohner nur 130 sozialversicherte Arbeitsplätze vorzuweisen. Damit sei man Schlusslicht. Verantwortlich für die geringe Gewerbedichte ist seiner Auffassung nach auch die gewerbefeindliche Stimmung bei den Bürgern. Viele hätten Angst vor Emissionen. Doch die Arbeitswelt sei im Wandel, werde digital. Es gebe viele Arbeitsplätze und Dienstleistungen ohne Störfaktoren.

sw

Rubriklistenbild: © dpa / Jens Büttner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Der Haken am schnellen Internet für Garching: Strahlenbelastung steigt
Schnelles mobiles Internet für ganz Garching. Was die Bürger schon seit längerem fordern, wird Wirklichkeit. Nur die Grünen sind skeptisch.
Der Haken am schnellen Internet für Garching: Strahlenbelastung steigt
Radlader erfasst Radfahrer
Von einem Radlader ist ein Unterhachinger erfasst worden, als er mit seinem Rad auf dem Perlacher Forstweg an einer Baustelle vorbeifuhr. 
Radlader erfasst Radfahrer
Autofahrerin missachtet Ampel - und erfasst Radlerin (11)
Ein elfjähriges Mädchen aus Unterhaching, auf dem Rad unterwegs, ist in Taufkirchen von einem Auto erfasst worden. 
Autofahrerin missachtet Ampel - und erfasst Radlerin (11)
Unternehmer im Landkreis fordern mehr Wohnraum und schnelleres Internet
Der Landkreis München hat seine Unternehmen befragt, ob sie mit ihrem Standort zufrieden sind. Die Firmen fordern nicht nur ein schnelleres Internet, sondern vor allem …
Unternehmer im Landkreis fordern mehr Wohnraum und schnelleres Internet

Kommentare