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Zu wenig Personal hat Höhenkirchner Wehr, um tagsüber zu Einsätzen zu fahren.

Bei der Höhenkirchner Feuerwehr brennt’s: Hilft ein neues Führungsduo?

  • Stefan Weinzierl
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Sie haben zu wenig Personal, um tagsüber Einsätze zu fahren, und jetzt tritt auch noch ein neues Führungsduo den Dienst an: Bei der Feuerwehr Höhenkirchen knistert‘s.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Dass es bei der Freiwilligen Feuerwehr Höhenkirchen seit Längerem nicht rund läuft, ist in Höhenkirchen-Siegertsbrunn ein offenes Geheimnis. Den Brandhelfern gelingt es seit geraumer Zeit nicht mehr, genügend aktive Kräfte aufzubringen, um tagsüber Einsätze zu fahren. Nun haben die langjährige Kommandantin Nikola Schwaiger und ihr bisheriger Stellvertreter Benjamin Schmid ihre Ämter zum 30. Juni niedergelegt. Am Mittwochabend wählten die Mitglieder eine neue Führung. Die Krise bei der Höhenkirchner Wehr wurde jetzt erstmals auch öffentlich angesprochen – in der jüngsten Sitzung des Hauptverwaltungsausschusses.

Der Ausschuss sollte dem Kauf eines Kommandowagens für die Höhenkirchner Feuerwehr zustimmen. Einen entsprechenden Antrag hatte die Wehr im Rahmen der Etatplanung für den Haushalt 2020 gestellt. Wie Kämmerin Christine Schmidt ausführte, ist der neue Kommandowagen eine Ersatzbeschaffung. Das alte Fahrzeug mit Baujahr 2004, das die Feuerwehr 2009 angeschafft hat, sei technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand und aufgrund der mehr und mehr anfallenden Reparaturen wirtschaftlich nicht mehr zu tragen.

Wehr braucht ein neues Fahrzeug

Für das neue Fahrzeug, das neben dem Transport der Einsatzleitung auch als Fahrzeug für Ausbildungsfahrten und Lehrgänge dienen soll und entsprechend ausgebaut werden muss, wurden im Haushalt 80 000 Euro eingestellt. Nachdem verschiedene Angebote eingeholt worden sind, schlug die Kämmerei vor, zum Preis von rund 46 500 Euro ein Fahrzeug zu kaufen. Die Ausgaben für den Ausbau belaufen sich auf etwa 38 000 Euro. Auf der Einnahmenseite winken Zuschüsse in Höhe von 15 500 Euro.

Andrea Hanisch (UB) hatte angesichts dieser „stattlichen Summe“ Bedenken, einfach so zuzustimmen. Schließlich ist auch der Dritten Bürgermeisterin zu Ohren gekommen, dass die Zustände bei der Höhenkirchner Feuerwehr momentan „nicht so glücklich“ sind. Deshalb bat sie darum, den Beschluss zurückzustellen und erst einmal mit der neuen Führung Rücksprache zu halten.

„Auch wenn die Feuerwehr momentan nicht so gut aufgestellt ist, braucht man das neue Fahrzeug“, entgegnete Schmidt. Man müsse wirtschaftlich denken. Wenn man schnell zugreife, erinnerte, die Kämmerin, profitiere man noch von der Senkung der Mehrwertsteuer. Auf keinen Fall dürfe man den ehrenamtlichen Brandhelfern das Signal senden, dass man für sie nun nichts mehr anschaffe. Das sei in der momentanen Lage womöglich kontraproduktiv. Den Argumenten Schmidts konnten die Ausschussmitglieder folgen. Am Ende stimmten alle für den Kauf des Kommandowagens.

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