Über 100 Kinder werden aus Platzmangel im Untergeschoss der Erich-Kästner-Schule unterrichtet.
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Über 100 Kinder werden aus Platzmangel im Untergeschoss der Erich-Kästner-Schule unterrichtet.

Hilferuf bei der Bürgerversammlung

Schüler verkommen zu Kellerkindern - Elternbeiratsvorsitzende schlägt Alarm

  • Stefan Weinzierl
    VonStefan Weinzierl
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Die Raumnot in der Erich-Kästner-Schule in Höhenkirchen schlägt immer größere Wellen: Jetzt hat die Elternbeiratsvorsitzende ihre Rederecht bei der Bürgerversammlung genutzt, um an die Verantwortlichen zu appellieren.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Kathrin Schiller Winklmann, die Elternbeiratsvorsitzende der Grund- und Mittelschule, griff zum Mikrofon, um den Anwesenden die ihrer Ansicht nach unzumutbaren Zustände zu schildern und um schnelle Hilfe zu erbitten. „Über 100 Kinder müssen mittlerweile im Keller unterrichtet werden“, sagte Schiller-Winklmann. So gebe es eine Deutschklasse mit 20 Kindern, die in einem 25 Quadratmeter großen Raum einquartiert worden sei. Zwei 6. Klassen, deren Schüler im kommenden Jahr in den M-Zweig wechseln könnten, seien ferner im umfunktionierten Werkraum unter der Turnhalle untergebracht.

Einige der im Untergeschoss liegenden Räume hätten keine ausreichende Belüftungsmöglichkeit. Die Konsequenz: „Es gibt erste Schüler, die über Kopfschmerzen klagen“, so Schiller-Winklmann. Das Thema sei alles andere als lapidar. „Wir haben da einen Riesenbrennpunkt.“ Man brauche keinesfalls so viel Geld, wie für die geplante Erweiterung des Gymnasiums oder den Bau der Realschule, betonte die Beiratsvorsitzende. Aber eine zeitnahe Lösung: „Wir haben keine fünf, sechs Jahre Zeit“. Sie schlug vor, als Übergangslösung mehrere Klassen in Containern unterzubringen.

„Die Erich-Kästner-Schule ist bis zum letzten Kammerl ausgereizt“, gab Mayer zu. Sie wisse auch, dass es in den Räumen unter der Turnhalle laut sei, wenn die Kinder Sport treiben. „Sie dürfen uns glauben, dass wir da dran sind“, versprach die Rathauschefin der Elternbeiratsvorsitzenden. Eine Idee sei, den als „Pavillon“ bekannten Nebenbau aufzustocken. Dort könnten dann mindestens vier weitere Klassen unterkommen, so Mayer. Von der Aufstellung zusätzlicher Container – für den Ganztagszweig stehen bereits zwei auf dem Pausenhof – hält sie nichts: „Da wird aus einer Übergangslösung schnell ein Dauerzustand.“

Die schwierige Situation an der Grund- und Mittelschule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn hat vor mehreren Wochen bereits der neue Schulleiter Torsten Bergmühl und Konrektorin Tanja Sommerfeld thematisiert.

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