Finstere Atmosphäre: Aus Platzmangel wurden Klassenräume im ehemaligen Radkeller eingerichtet.
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Finstere Atmosphäre: Aus Platzmangel wurden Klassenräume im ehemaligen Radkeller eingerichtet.

CSU fordert Machbarkeitsstudie

Zukunft der Erich-Kästner-Schule: Neubau im Gespräch

  • Stefan Weinzierl
    vonStefan Weinzierl
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Mit der Entscheidung des Schulzweckverbandes, sich nun doch auf die Gemeinde Hohenbrunn als Standort für einen Realschul-Neubau zu konzentrieren, kann Höhenkirchen-Siegertsbrunn nun seine Planungen in Sachen Erich-Kästner-Schule vorantreiben.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Möglich wäre es, die in die Jahre gekommene und aus allen Nähten platzende Grund- und Mittelschule an der Brunnthaler Straße zu erweitern und zu sanieren.er auch ein Neubau steht zur Debatte. Grundlage für die Entscheidung, wohin der Weg führt, soll nach dem Willen der CSU-Fraktion eine Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie sein. Einen entsprechenden Antrag haben die Christsozialen mittlerweile gestellt.

Container sollen Raumnot vorerst lindern

Wie berichtet, fehlt es in der Erich-Kästner-Schulen seit Jahren an ausreichend Unterrichtsräumen. Bis zum Beginn des neuen Schuljahres, soll auf dem Schulgelände deshalb ein Container stehen, der die schlimmste Raumnot lindert. Doch mittel- und langfristig wird eine andere Lösung angestrebt. Zumal ein Teil des Schulgebäudes, darunter die Turnhalle, veraltet ist. Synergieeffekte erhoffte sich die Gemeinde bis zur Entscheidung des Schulzweckverbandes durch den vorgesehenen Bau der neuen Realschule neben der Grund- und Mittelschule. Die Überlegungen waren hier, zum Beispiel eine gemeinsame Mensa und Sporthalle zu errichten. Doch dieses Thema hat sich nun erledigt.

Gemeinde-Grundstück an der Ahornstraße als möglicher Standort

Für die CSU stellt sich grundsätzlich die Frage, ob es der Gebäudebestand rechtfertigt, über eine Sanierung und Erweiterung der Erich-Kästner-Schule nachzudenken, oder ob ein Neubau an anderem Standort nicht wirtschaftlicher wäre. So gibt es ein Gemeinde-Grundstück an der Ahornstraße, das als Schulstandort infrage käme.

In den kommenden Jahren würden in der Erich-Kästner-Schule umfassende Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen anstehen, die einzeln oder als Generalsanierung durchgeführt werden müssten, erinnern die Christsozialen in ihrem Antrag. Als Beispiele führt die Fraktion die Schlagworte Energieeffizienz und Barrierefreiheit an. „Diese Maßnahmen werden jedes Mal zu Störungen des Schulbetriebes und zu hohen Kosten für die zeitweise Auslagerung von Klassenräumen führen“, heißt es in dem Papier weiter.

Mehrere Umsiedlungs-Varianten

Deshalb bringen sie einen Neubau an anderer Stelle als Alternative ins Spiel. Dabei gibt es nach ihrer Ansicht mehrere „Umsiedlungsvarianten“: So könnte die Sigoho-Marchwart-Grundschule an der Bahnhofstraße nach Süden hin um einen Zug erweitert werden. Gleichzeitig könnte man auf dem Areal an der Ahornstraße für die Erich-Kästner-Schule eine neue zweizügige Grundschule und eine dreizügige Mittelschule errichten.

Variante 2 sieht vor, dass an der Ahornstraße eine Grund- und Mittelschule mit jeweils drei Zügen gebaut wird. Die Erweiterungsmöglichkeit der Sigoho-Marchwart-Schule bliebe dabei als Ausbaureserve erhalten.

Die CSU sieht bei diesen Varianten mehrere Vorteile: So könnten Störungen des Schulbetriebs am alten Gebäudebestand in der Brunnthaler Straße reduziert werden und es bräuchte weniger Provisorien für den Schulausbau. Zudem werde der modernere Teil der Erich-Kästner-Schule, das Pavilliongebäude, für eine kommunale Nutzung frei. Dort könnten Volkshochschule und Musikschule einziehen oder für eine Übergangszeit das geplante Familienzentrum.

Verkehr auf der Bahnhofstraße entzerren

Zudem könne bei entsprechender Sprengeleinteilung, der Hol- und Bringverkehr auf der Bahnhofstraße entzerrt werden. „Gerade die kleinen Grundschüler werden am häufigsten mit dem Pkw gefahren“, arguementiert die CSU. Die Fraktion kann sich zudem vorstellen, bei einer Verlagerung der Schule an die Ahornstraße in Siegertsbrunn einen Teil des Grundstücks an der Brunnthaler Straße als Bauland zu entwickeln und zu veräußern.

Die Überlegungen stellen aus Sicht der Antragsteller Alternativen zu den bereits von der Gemeindeverwaltung erarbeiteten Varianten einer Schulerweiterung dar. Deshalb fordert die Fraktion entsprechende Untersuchungen als Grundlage für eine Entscheidung, unter anderem auch hinsichtlich der Förderfähigkeit eines Schulneubaus.

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