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Räumen oder Winterfreude: Schlittenberg-Dilemma an der Leonhardi-Kirche

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Von: Stefan Weinzierl

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Der Hügel hinter der Leonhardikirche ist der Rodelberg in Siegertsbrunn. Viele Schlittenfahrer nutzen den Kirchweg, der vom Westen zur Wallfahrtskirche führt. Einige Bürger wollen, dass dort Schnee geräumt wird, für Schlittenfahrer wäre das von Nachteil.
Der Hügel hinter der Leonhardikirche ist der Rodelberg in Siegertsbrunn. Viele Schlittenfahrer nutzen den Kirchweg, der vom Westen zur Wallfahrtskirche führt. Einige Bürger wollen, dass dort Schnee geräumt wird, für Schlittenfahrer wäre das von Nachteil. © Stefan Weinzierl

Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn steht vor einem Dilemma: Wie Herbert Reisnecker (SPD) im Gemeinderat anmerkte, würden sich einige Bürger wünschen, dass auf dem Kirchenweg im Winter Schnee geräumt wird. Wie Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) sagte, würde dies aber bei anderen zu einem Aufschrei führen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Der Weg, vom Bahnhof hin zur Leonhardikirche führt, wird nämlich auch von Familien genutzt, deren Kinder am Hügel hinter der Kirche Schlitten fahren wollen. „Wir müssten schauen, ob wir das noch unterkriegen“, sagte die Bürgermeisterin. Denn die Räumung des Weges müssten die Bauhof-Mitarbeiter übernehmen, die sich bei Schneefall zeitgleich auch um andere Flächen kümmern müssten. Dort Schnee zu räumen sei aber auch deshalb „ein zweischneidiges Schwert“, weil bei der entsprechenden Witterung viele Schlittenfahrer am Kirchenweg unterwegs seien. Deshalb müsste man vielleicht über eine Teilräumung nachdenken, so Konwitschny.

Gefahr durch Eis

Reisnecker wiederum verwies darauf, dass sich bei entsprechender Wetterlage auf dem Weg auch Eis bildet und dort dann Gefahr bestünde, dass Spaziergänger und Radfahrer ausrutschen. Eventuell müsste man dort einfach streuen, wenn es ganz glatt wird, schlug die Bürgermeisterin vor. „Doch dann wird’s mit den Schlitten wieder schwierig“, gab sie im Nachsatz zu bedenken.

Norbert Mayer (UB), selbst Großvater, setzte sich dafür ein, den Weg nicht zu räumen. Nur dort könne man die Enkel noch mit dem Schlitten ziehen, betonte er. Radfahrer müssten in dieser Zeit einfach „außen rum“ fahren.

Konwitschny versprach, sich Gedanken über ein Sicherheitskonzept zu machen. Gudrun Hackl-Stoll (Grüne) schlug vor, die Bürger doch per Hinweisschild darauf aufmerksam zu machen, dass der Weg nicht geräumt wird, weil er der Zugang zum Schlittenberg ist.

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