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Gut  besucht: Die Bürgerversammlung in Höhenkirchen-Siegertsbrunn.

Bürgerversammlung in Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Eltern klagen wegen fehlender Kita-Plätze

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Der Mangel an Kindergartenplätzen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn wird jetzt auch die Justiz beschäftigen. Wie Zweite Bürgermeisterin Mindy Konwitschny auf der Bürgerversammlung bestätigte, haben Eltern mittlerweile die Gemeinde verklagt, weil sie keinen Betreuungsplatz erhalten haben.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn– Regina Hanisch war die erste unter den rund 200 Anwesenden in der Mehrzweckhalle, die nach dem Rechenschaftsbericht der Zweiten Bürgermeisterin vors Mikrofon trat, um als Bürgerin Anregungen und Wünsche an die Rathausverwaltung vorzutragen. Wobei Hanischs Wortbeitrag eher einer Abrechnung glich – mit der Familienpolitik der Gemeinde.

 Die Betreuungsmisere 90 Mädchen und Buben würden mittlerweile auf der Warteliste für einen Kindergartenplatz stehen, klagte die Siegertsbrunnerin: „Wir wollen den vielen Betroffenen ein Gesicht geben.“ Sie selbst habe zwei Zwillingsmädchen, die heuer im August drei Jahre alt geworden seien – und bis jetzt keinen Kindergartenplatz erhalten haben. „Für uns ist kein Land in Sicht“, sagte die Mutter, die drei Jahre lang die Kinder zu Hause betreut hat und nun, nach Ende der Elternzeit, wieder ihre Stelle hätte antreten müssen.

Das Betreuungsproblem sei der Gemeinde seit Jahren bekannt. Denn schon bei der Geburt der Kinder 2014 hätten rund 20 Kindergartenplätze gefehlt. „Alle anderen Gemeinden im Umkreis bringen ihre Kinder unter“, betonte Hanisch. Sie warf der Gemeinde zudem vor, bei der Platzvergabe gehe nicht alles mit rechten Dingen zu. Denn mittlerweile hätten Kinder einen Platz erhalten, die eigentlich erst nach ihren Zwillingen hätten drankommen dürfen.

Konwitschny versprach, den Fall prüfen zu lassen. Und die Gemeinde werde alle Hebel in Bewegung setzen, um die Betreuungsmisere endlich zu lösen. „Es ist mittlerweile wohl bei jedem Gemeinderat angekommen, dass es so nicht weitergeht“, sagte die Zweite Bürgermeisterin und verwies auf den Schritt einer Familie im Ort, die die Gemeinde mittlerweile auf Schadenersatz verklagt habe.

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