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Eine Tagesmutter geht mit mehreren Kindern spazieren: Das Platzangebot für die Kinderbetreuung wird ein zentrales Thema im neuen Arbeitskreis sein. 

Arbeitskreis „Familien und Kinder“ gründet sich

Fürsprecher der Eltern

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Der Arbeitskreis „Familien und Kinder“ soll sich in Zukunft in Höhenkirchen-Siegertsbrunn mit Themen wie Kinderbetreuung und Ferienangebote beschäftigen. Der Gemeinderat hat einem entsprechenden Antrag der CSU-Fraktion zugestimmt.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn– Bisher gibtes fünf Arbeitskreise, die im Rahmen der sogenannten Zukunftswerkstatt mit Unterstützung der Bürger versuchen, die Gemeinde in den wichtigen Themen „Arbeit und Wirtschaft“, „Energie und Umwelt“, Ortsentwicklung und Mobilität“, „Senioren“ und „Zusammenleben“ voranzubringen. Jetzt ist das halbe Dutzend voll: Der Arbeitskreis „Familien und Kinder“ soll sich ab sofort Bereichen widmen, die besonders für Eltern und ihren Nachwuchs wichtig sind.

Sechster Arbeitskreis gründet sich

Schwerpunkt dürfte – zumindest in der ersten Zeit – die Kinderbetreuung im Ort sein. Denn dort hakt es aus Sicht vieler Bürger am meisten. Die Gemeinde kann seit Jahren nicht die steigende Nachfrage nach Krippen-, Kindergärten- und Hort- beziehungsweise Mittagsbetreuungsplätzen befriedigen. Die Folge: Eltern forderten heuer im Juni erstmals in einem Schreiben bessere Arbeitsbedingungen für die Erzieher. Und nur wenige Wochen später gab es einen regelrechten Elternaufstand, als Rathausverwaltung und Gemeinderat kurzzeitig in Erwägung zogen, die Kindergartengebühren deutlich anzuheben.

Die Anhebung der Gebühren ist mittlerweile auf Eis gelegt. Nach den Eltern-Protesten kam aber im Gemeinderat die Idee auf, die Väter und Mütter in die sie betreffenden Themen mehr einzubinden – in Form eines Arbeitskreises. Dass die CSU dann die Initiative ergriff – und Anfang September im Alleingang einen entsprechenden Antrag stellte, kam bei der SPD nicht so gut an. „Ich fände es schön, wenn solche Anträge in Zukunft überparteilich initiiert werden“, merkte Mindy Konwitschny (SPD) verärgert an, die die Gründung des Arbeitskreises aber ebenso wie Luitgart Dittmann-Chylla (Grüne) grundsätzlich begrüßte.

Themen sind Angebot an Kinderbetreuungsplätzen und Transparenz bei der Platzvergabe

Zumal Parteien-Scharmützel im neuen Gremium nichts zu suchen haben, wie die Erklärung eines der Gründungsmitglieder nahelegte. Man sei ein überparteiliches Gremium, betonte Brigitte Richter. Sie ist auch Mitglied im Elternbeirat des Gemeindekindergartens.

Die Gründungsversammlung des Arbeitskreises findet am Donnerstag, 5. Oktober, um 20 Uhr im Gerätehaus der Höhenkirchner Feuerwehr statt. Laut Britta Werhahn, einem weiteren Gründungsmitglied, gebe es bereits ein Kernteam aus sechs, sieben Personen. Zudem hätten weitere 25 Bürger ihr Interesse an einer Mitarbeit signalisiert.

Neben der Kinderbetreuung mit den zentralen Themen Platzangebot, Transparenz bei der Platzvergabe und Gebühren wolle man sich auch mit der Frage beschäftigen, wie man mehr Betreuung in den Ferien anbieten kann. „Die berufstätigen Eltern sind darauf angewiesen, aber das Angebot im Ort reicht einfach nicht aus“, so Werhahn. Ein weiteres Projekt, dem man sich annehmen könnte, sei die Eröffnung eines Stillcafés – und auch die Frage, was aus dem geplanten Familienzentrum auf dem Ruf-Gelände wird, schwebe ja noch im Raum.

Gründungsversammlung

ist am Donnerstag, 5. Oktober, um 20 Uhr im FFW-Gerätehaus in Höhenkirchen.

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