Gegen eine Erweiterung des Sozialbaus am Ortsrand

Noch ein Stockwerk, das geht nicht

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Gegen eine Aufstockung des geplanten Mehrfamilienhauses auf dem Schrebergartengelände zwischen Münchner Straße und Sportplatzstraße hat sich jetzt die Mehrheit im Gemeinderat von Höhenkirchen-Siegertsbrunn ausgesprochen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Nur Mindy Konwitschny und Anita Reiprich (beide SPD) plädierten für eine Erweiterung des Sozialbaus auf zwei Obergeschosse.

Ausgelöst hatte die Diskussion Ex-Gemeinderätin Christine Reischl. Sie nahm als Zuhörerin an der Sitzung teil und bat zu Beginn ihre ehemaligen Ratskollegen darum, das Grundstück doch besser auszunutzen. Auf das geplante Gebäude sollte ihrer Ansicht nach ein Stockwerk draufgesetzt werden, um mehr Wohnraum zu schaffen.

Wie berichtet, plant die Gemeinde, auf einem Teil der ehemaligen Schrebergartensiedlung sozialen Wohnungsbau zu verwirklichen. Vor allem Gemeindemitarbeiter sollen hier unterkommen. Dafür soll ein zweigeschossiges Mehrfamilienhaus errichtet werden. Im Erdgeschoss und im Obergeschoss sind insgesamt 14 Wohnungen geplant.

Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) sprach sich gegen eine Aufstockung aus. Sie verwies darauf, dass das Gebäude am Ortsrand errichtet werden und deshalb nicht zu hoch werden solle. So sah es auch Luitgart Dittmann-Chylla (Grüne). Innerorts sei es sinnvoll, stärker nachzuverdichten, also auch höher zu bauen, argumentierte sie. Am Ortsrand aber lehnt sie das ab. An der Brunnthaler Straße gehe ja auch mehrgeschossiger Bau, entgegnete Konwitschny. Außerdem liege das Grundstück so, dass ein höheres Gebäude keine Nachbarn stören würde. Auch statisch sein ein Geschoss mehr kein Problem, betonte Bauamtsleiter Klaus Rieger auf Nachfrage von Priska Weber (SPD).

Doch ein größeres Gebäude mit mehr Wohnraum bedeutet auch, dass mehr Stellplätze gebraucht werden. Bei den geplanten 14 Wohnungen würden alle Parkplätze auf dem Gelände unterkommen, bei mehr Wohnungen hätte man ein Problem. Und eine Tiefgarage kommt teuer. Gerade auch, weil man auf einer verfüllten Kiesgrube baut. Die Entsorgung des möglicherweise belasteten Erdmaterials könne kostspielig sein. „Wir wollen aber Wohnungen bauen für Mitarbeiter mit einem schmalen Geldbeutel“, erinnerte Peter Guggenberger (CSU). Manfred Eberhard (UB) brachte den restlichen Bereich des Schrebergartengeländes ins Spiel, der dem Gewerbegebiet zugeschlagen werden soll. Man könne doch dort einen Teil der Stellplätze ausweisen, meinte er. Dann würden aber Einnahmen flöten gehen, entgegnete Guggenberger.

Hans Loidl (CSU) erinnerte letztlich daran, dass man für das Mehrfamilienhaus aufgrund der Nähe zur Münchner Straße einen Lärmschutz brauche. Hier könnte es Probleme durch einen dreigeschossigen Bau geben, warnte er. Letztlich schloss sich die Mehrheit den Aufstockungsgegnern an.

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