Das Eis schmilzt am Nordpol, der Meeresspiegel steigt: Die Erderwärmung hat massive Auswirkungen.
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Das Eis schmilzt am Nordpol: Gegen die Erderwärmung sehen die Grünen Höhenkirchen-Siegertsbrunn sich in der Pflicht.

Gemeinderat Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Grüne fordern mehr Engagement für Klimaschutz

  • Stefan Weinzierl
    VonStefan Weinzierl
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Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn soll ihren Einsatz gegen die Erderwärmung erhöhen, meinen die Grünen. Das schlagen sie vor.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn soll sich deutlich stärker als bisher in Sachen Klima- und Umweltschutz engagieren. Das fordert die Fraktion der Grünen im Gemeinderat. Sie will, dass sich die Kommune zur Klimaschutzgemeinde erklärt und damit die Eindämmung der Klimaerwärmung und ihrer Folgen als wichtige Aufgabe der Gemeinde anerkennt. Einen entsprechenden Antrag haben die Grünen jetzt gestellt.

Symbolischer Titel „Klimaschutzgemeinde“

Die Ausrufung des symbolischen Titels „Klimaschutzgemeinde“ hätte weitreichende Folgen für die Kommune. Das geht aus dem Antrag hervor, den Dorothee Stoewahse für ihre Fraktion formuliert hat. Demnach müssten bei allen kommunalen Entscheidungen „die Auswirkungen auf Umwelt und Klima berücksichtigt und Lösungen bevorzugt werden, die sich positiv auf den Klimaschutz auswirken“. Im Fokus sollen die Bereiche Bauen, Energie, Mobilität, Beschaffungswesen und Ortsgestaltung stehen. Dazu soll in allen Beschlussvorlagen analog zu den finanziellen Auswirkungen eine Stellungnahme zu den erkennbaren Auswirkungen auf Klima und Umwelt enthalten sein. „Ziel ist es, Höhenkirchen-Siegertsbrunn zu einer klimaneutralen Gemeinde zu machen“, heißt es in dem Papier.

In dem Antrag formulieren die Grünen bereits konkrete Hausaufgaben für die Verwaltung. Diese soll unter anderem prüfen, ob sich Höhenkirchen-Siegertsbrunn dem von der Energieagentur Ebersberg-München initiierten Energieeffizienz-Netzwerk im Landkreis München anschließen kann. Zudem fordert die Fraktion, dass in der Haushaltsplanung 2021 Klimaschutzmaßnahmen und die Schaffung einer Klimaschutzmanagerstelle berücksichtigt wird.

„Das Tempo reicht nicht aus“

„Das Tempo, das derzeit beim Klimaschutz an den Tag gelegt wird, reicht nicht aus, um unseren Kindern und Enkeln eine sichere Zukunftsperspektive zu bieten“, begründet Stoewahse den Vorstoß. Es liege in der Verantwortung jeder Kommune und damit auch von Höhenkirchen-Siegertsbrunn, die gesamte Gestaltungsmacht auszunutzen, um gegen die Klimaerwärmung anzugehen.

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