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Gute Nachrichten: Endlich genug Kita-Plätze

  • Stefan Weinzierl
    VonStefan Weinzierl
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Eltern können aufatmen: Endlich gibt es wieder genug Kita-Plätze in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Nur die Schulkinder müssen noch bangen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Der Betreuungsnotstand in der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn hat wohl vorerst ein Ende. Wie Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) im Gemeinderat verkündete, erhalten alle Kinder, die bis zum Jahresende drei Jahre alt werden, einen Kindergartenplatz.

Laut Mayer ist es sowohl dem integrativen Gemeindekindergarten als auch den Trägern der anderen Betreuungseinrichtungen gelungen, ausreichend Fachkräfte, also Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen, zu finden. Deshalb könnten Gruppen, die zuletzt aufgrund des Personalmangels geschlossen waren oder weniger Kinder aufnahmen, wieder eröffnet beziehungsweise aufgefüllt werden. So konnten 52 zusätzliche Plätze geschaffen werden. Nach Angaben der Rathauschefin sind für das neue Betreuungsjahr somit insgesamt 148 Kindergartenplätze vergeben worden. Im Laufe der kommenden Woche würden die Briefe mit den Zusagen an die Eltern verschickt.

Mehr als 60 Kinder hatten keinen Platz

Vor einem Jahr sah die Situation noch völlig anders aus: Damals hatte die Gemeinde Eltern von über 60 Kindern mitteilen müssen, dass sie im September 2017 keinen Kindergartenplatz erhalten. Betroffene hatten daraufhin in einem offenen Brief die Verwaltung unter anderem dazu aufgefordert, die Arbeitsbedingungen für die Erzieherinnen zu verbessern und diesen eine attraktive Vergütung sowie günstigen Wohnraum anzubieten. Der Betreuungsnotstand war unter anderem auch ein Grund, warum sich im vergangenen Jahr der Arbeitskreis „Kind und Familie“ gegründet hat.

Was die Betreuungssituation in den Krippen betrifft, glaubt Mayer ebenfalls nicht, dass es Probleme gibt. Unklar ist noch, wie sich die Situation in der nachschulischen Betreuung entwickelt. Das heißt, wie viele Grundschüler einen Platz in der Mittagsbetreuung oder im Hort brauchen. Das liegt laut Mayer zum einen daran, dass die Schuleinschreibung erst wenige Tage zurückliegt, zum anderen, dass die Gemeinde selbst keinen Hort oder die Mittagsbetreuung betreibt. Aber selbst, wenn die Träger wegen einer hohen Nachfrage an Betreuungsplätzen Alarm schlagen, ist die Bürgermeisterin guten Mutes, den Bedarf befriedigen zu können. Schließlich ist geplant, auf dem Guggenberger-Areal am Bahnhofsplatz ein Betriebsgebäude in ein Kinderhaus umfunktionieren. Dort könnten bei Bedarf weitere Hortplätze entstehen.

Neue Regeln zur Vergabe

Ungeachtet dieser positiven Entwicklung im Kindergartenbereich hat der Gemeinderat die neue Kindergartensatzung beschlossen. Die Platzvergabe erfolgt künftig nach mehreren Kriterien. So erhalten Erzieher und Pflegekräfte bevorzugt einen Platz. Wichtige Kriterien sind ferner die Herkunft aus der Gemeinde und die rechtzeitige Anmeldung. Ansonsten werden die Plätze nach dem Alter vergeben, wobei Kindern von Alleinerziehenden Vorrang haben.

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