Die Mauer muss weg: Grünen-Fraktionssprecherin Gudrun Hackl-Stoll – hier mit dem damaligen Gemeinderat Peter Triebswetter – kämpft seit 2019 gegen die Gabionenwand an der Ecke Putzbrunner/Buchenstraße. ArchiVFoto: sw
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Die Mauer muss weg: Grünen-Fraktionssprecherin Gudrun Hackl-Stoll – hier mit dem damaligen Gemeinderat Peter Triebswetter – kämpft seit 2019 gegen die Gabionenwand an der Ecke Putzbrunner/Buchenstraße.

Gabionenwand muss zurückgebaut werden

Aus für die „Außenstelle Stadelheim“

  • Stefan Weinzierl
    vonStefan Weinzierl
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Der Eigentümer einer zwei Meter hohe Gabionenwand in Siegertsbrunn muss diese zurückbauen. Das hatte Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) im Bauausschuss verkündet.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Eine rund zwei Meter hohe Gabionenwand, die ein Grundstück an der Ecke Putzbrunner/Buchenstraße in Siegertsbrunn vor den neugierigen Blicken Außenstehender schützt, muss zurückgebaut werden. Das hat Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) im Bauausschuss verkündet. Die Mauer aus Steinen, die in einem Metallgitterkonstrukt eingeschlossen sind, wird von Nachbarn spöttisch „Zweigstelle Stadelheim“ genannt und hat bereits den Gemeinderat beschäftigt.

Die Fraktion der Grünen hatte vor eineinhalb Jahren vergeblich eine Einfriedungsverordnung in der Gemeinde durchsetzen wollen, die den Bürgern vorschreibt, in welcher Art und Höhe Zäune, Mauern und Hecken errichtet werden können. Als Beispiel für die Auswüchse von Sichtschutzkonstruktionen im Ort hatte Antragsstellerin Gudrun Hackl-Stoll damals auch die besagte Gabionenwand aufgeführt.

Grünen freuen sich über Nachricht

Weil diese – zumindest nach Ansicht der Grünen – nicht nur hässlich ist, sondern auch nicht den baurechtlichen Vorgaben entspricht, hatte die Gemeindeverwaltung die Bauaufsicht im Landratsamt verständigt. Mit dem Ergebnis, dass der Grundstückseigentümer die Mauer nun bis Juni zurückbauen wird, wie Konwitschny jetzt im Ausschuss bekannt gab. Hackl-Stoll, die nach eigener Aussage „nicht in einer Gemeinde mit jeder Menge Mauern“ leben will, zeigt sich über diese Nachricht erfreut.

Auch beim Thema Einfriedungsverordnung gibt es Bewegung. Weil sich die Mitarbeiter im gemeindlichen Bauamt, wie es aus dem Rathaus heißt, zunehmend mit Anträgen und Anfragen von Bürgern beschäftigen müssen, die ihre Grundstücke mit hohen und massiven Mauern und Zäunen umgeben wollen, bereitet die Gemeindeverwaltung derzeit den Entwurf für eine Einfriedungsverordnung vor. Sie soll demnächst dem Gemeinderat als Diskussionsgrundlage vorgelegt werden.

Damit es im Ort ausreichend Ladesäulen für E-Autos gibt, will die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn jetzt den Aufbau der entsprechenden Infrastruktur mit Unterstützung eines Planungsbüros vorantreiben. Sechs Normalladesäulen sollen im Gemeindegebiet verteilt werden – an möglichst zentralen Standorten wie dem Bahnhof, dem Rathaus und dem Seniorenzentrum.

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