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Sie leiten seit Schuljahresbeginn die Erich-Kästner-Schule in Höhenkirchen: Torsten Bergmühl und Tanja Sommerfeld.

Herausforderung für neue Schulleitung

Aus Platznot wird an Erich-Kästner-Schule im Keller unterrichtet

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Für den neuen Rektor der Erich-Kästner-Schule in Höhenkirchen hat sich seit Schuljahresbeginn bereits ein Schwerpunkt-Thema herauskristallisiert: die Platznot irgendwie in den Griff zu bekommen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Mit Beginn des neuen Schuljahres haben Rektor Torsten Bergmühl und Konrektorin Tanja Sommerfeld die Leitung der Erich-Kästner-Schule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn übernommen. Beide sind, wie Bergmühl betont, „mit offenem Herzen“ nicht nur vom Schul-Kollegium, sondern auch vom Sachaufwandsträger, also der Gemeinde, empfangen worden. „Die Zusammenarbeit funktioniert bisher reibungslos“, sagt der 54-Jährige, der sich ebenso wie seine Stellvertreterin auf die neuen Aufgaben an der mit 25 Schulklassen recht großen und über die Gemeindegrenzen hinaus angesehenen Grund- und Mittelschule freut.

Der gute Ruf stellt die neue Schulleitung aber auch vor Herausforderungen. Durch die hohe Schülerzahl – an der Grundschule werden derzeit rund 200 Schüler, an der Mittelschule etwa 300 Schüler unterrichtet – ist die Raumsituation extrem angespannt. „Die Schule besitzt eben eine enorme Strahlkraft und zieht viele an“, sagt Bergmühl.

Die 25 Klassen bringt man gerade so in Alt- und Neubau unter. Damit jede Klasse auch wirklich ein eigenes Zimmer hat, wird auch im Untergeschoss der Turnhalle und in einem Kellerraum unterrichtet. Es gibt laut Bergmühl weder einen Musik-, noch einen Physiksaal, geschweige denn einen Kunstraum. Auch Differenzierungsräume sind Mangelware. Gerade in den Ganztagsklassen sollte es aber möglich sein, in Gruppen individuell zu arbeiten, erläutert Sommerfeld. Seit dem zurückliegenden Schuljahr stehen sogar Container auf dem Pausenhof. Die hatte die Gemeinde auf Bitten der damaligen Rektorin Hannelore Mathis anschaffen lassen, um das Ganztagsangebot uneingeschränkt aufrecht erhalten zu können. Sommerfelds Fazit: „Jedes Kammerl, jeder kleinste Raum wird hier genutzt.“

Da Bergmühl davon ausgeht, dass aufgrund des anhaltenden Zuzugs „der Druck aufs Gebäude nicht kleiner wird“, sieht er auf Dauer nur zwei Optionen: Entweder die Schule wird größer oder die Schülerzahl kleiner. Letzteres ist allerdings schwer umzusetzen – und außerdem nicht im Sinne der Schulleitung. „Schließlich schätzen wir jeden einzelnen Schüler“, stellt Sommerfeld klar.

Bleibt eigentlich nur die Möglichkeit, mehr Platz zu schaffen. Aber auch hier sind die Spielräume im wahrsten Sinn des Wortes beschränkt. Im Norden und Süden begrenzen Straßen beziehungsweise Wege das Gelände, im Osten gibt es bereits Bebauung und westlich soll in direkter Nachbarschaft die Realschule gebaut werden. Zum Aufstocken böte sich nur der neue Gebäudekomplex an, und hier ist es laut Bergmühl mehr als fraglich, ob die Statik dies zulässt und die Architekten mitspielen. Realistischer ist seiner Ansicht nach der Bau eines Erweiterungsgebäudes auf dem recht großen Pausenhofgelände – oder der Umbau der Schulturnhalle bei gleichzeitiger Nutzung der Realschul-Sporthalle.

Fest steht für Bergmühl nur: „Es muss etwas passieren.“ Denn wie Sommerfeld und er betonen, hat auch die Elternschaft die Raumnot als Problem ausgemacht. Die Signale, die der Rektor von den Eltern erhalten habe, seien eindeutig: „Ich soll mich offensiv um das Thema kümmern.“

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