Die neuen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Höhenkirchen heißen Christoph Pöttinger und Patrick Ahlers.
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Neu im Amt: Kommandant Christoph Pöttinger (r.) und sein Stellvertreter Patrick Ahlers.

Gemeinderat bestätigt Wahlergebnis

Neue Kommandanten sollen Höhenkirchner Wehr aus der Krise führen

  • Stefan Weinzierl
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Die Freiwillige Feuerwehr Höhenkirchen hat eine neue Führung. Auf einer Dienstversammlung wurde Christoph Pöttinger zum Kommandanten gewählt, der Stellvertreter-Posten ging an Patrick Ahlers. Der Gemeinderat hat die Wahl der Kommandanten jetzt abgesegnet – und mit der Erwartung verknüpft, dass die neue Führung die Höhenkirchner Wehr in eine neue, bessere Zukunft führt.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – „Ich will unsere Feuerwehr stärker machen, als sie jetzt schon ist“, versprach Pöttinger, der seit zehn Jahren bei der Höhenkirchner Wehr aktiv ist, davon über fünf Jahre als Gruppenführer, den Gemeinderatsmitgliedern. Auch sein Stellvertreter Ahlers traut sich zu, den Werdegang der Höhenkirchner Wehr, für die er seit sieben Jahren im Einsatz ist, positiv zu beeinflussen: „Ich denke, ich kann frischen Wind reinbringen und die Feuerwehr wieder pushen“, wandte er sich an die anwesenden Gemeinderatsmitglieder.

Zuletzt verlor die Wehr viele aktive Kräfte

Neuen Schwung kann die Truppe auch gebrauchen. Interne Querelen haben in der Vergangenheit immer wieder für Unruhe und Skandale bei den Höhenkirchner Brandhelfern geführt. Auch Pöttingers Vorgängerin Nikola Schwaiger, die ihr Amt nun nach rund acht Jahren Kommandantur niederlegte und deren Engagement von Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) im Rahmen der Gemeinderatssitzung gewürdigt wurde, konnte das Ruder letztlich nicht herumreißen. Zuletzt setzte eine regelrechte Aktivenflucht bei den Brandhelfern ein, sodass die Höhenkirchner nicht mehr in der Lage waren, tagsüber Einsätze zu fahren. Der Zustand der Höhenkirchner Wehr wurde jüngst auch im Zusammenhang mit der geplanten Ersatzbeschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges thematisiert.

Otto Bußjäger (UB) dankte deshalb den neuen Kommandanten für den Mut, „die Feuerwehr im jetzigen Zustand zu übernehmen“. Allerdings habe auch die Gemeinde angesichts der Entwicklung Mut bewiesen und davon abgesehen, die angeschlagene Wehr aufzulösen beziehungsweise mit den Siegertsbrunner Einsatzkräften zusammenzuführen. Die Situation, vor allem was die Mannschaftsstärke betrifft, müsse nun nachhaltig verbessert werden. „Wir brauchen diesen Neuanfang“, betonte Bußjäger.

Bürgermeisterin Konwitschny: Vergangenheitsbewältigung ist Sache der Brandhelfer

Gudrun Hackl-Stoll missfiel das Statement Bußjägers. „Ich finde es ein bisschen schade, dass am Tag des Neuanfangs noch einmal die alten Geschichten zur Sprache kommen“, sagte sie. Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) versuchte daraufhin, die Wogen zu glätten. Die Vergangenheitsbewältigung müsse von den Brandhelfern selbst gemacht werden, meinte sie: „Wir wünschen jedenfalls einen guten Start und eine gute Hand mit dieser Feuerwehr.“

Die Bedenken von Kreisbrandrat Josef Vielhuber, dass die Arbeit von Vize-Kommandant Ahlers bei der Berufsfeuerwehr München sein Engagement bei der Höhenkirchner belasten könnte, teil die Rathauschefin übrigens nicht. Natürlich seien Bedingungen an sein Amt geknüpft. „Die Verwaltung sieht das aber nicht als grundsätzliches Problem“, stellte sie klar.

Neben dem Zustand der Feuerwehr Höhenkirchen sorgt auch die Standortfrage der neuen Realschule für anhaltende Diskussion in der Gemeinde.

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