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Rüber geht’s für Radler nur am Bahnhof: Hier der beschrankte Bahnübergang über die Gleise an der Bahnhofstraße.

Holzbrücken-Traum in Höhenkirchen-Siegertsbrunn geplatzt

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Der Traum von Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU), mithilfe einer Holzbrücke im Norden der Gemeinde schnell eine Verbindung über die Bahngleise zu schaffen, ist geplatzt.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Wie die Rathauschefin jetzt im Gemeinderat mitteilte, ist nach Ansicht eines Experten eine regelkonforme Anbindung einer solchen Brücke im Bereich Arnikastraße/Am Grenzweg aus Platzgründen nicht möglich. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat einstimmig entschieden, statt der Brücke das Planfeststellungsverfahren für eine Fußgänger- und Radunterführung weiter zu verfolgen.

Seit Jahren will die Gemeinde im Norden als alternative Verbindung zu den bereits bestehenden beschrankten Bahnübergängen am Bahnhof eine Unterführung bauen, die unter den Gleisen durchführt (im Fachjargon spricht man von einer Überführung). Weil sich das Planfeststellungsverfahren aber seit zehn Jahren hinzieht, spielte man im Rathaus zuletzt mit dem Gedanken, statt des Tunnels eine Brücke zu bauen. Dafür wäre wohl kein aufwendiges Verfahren nötig gewesen.

Auch bei der Unterführung stockt es

Bauingenieur Franz Sommeregger vom Unternehmen SFF Ingenieure AG, der die Kommune beim Planfeststellungsverfahren berät, sieht laut Mayer jedoch keine Chance, am gewünschten Standort eine barrierefreie Brücke zu bauen. „So charmant es auch wäre, es geht nicht“, sagte die Rathauschefin. Allerdings kommt man auch in Sachen Unterführung nicht richtig weiter. Zuletzt sorgten laut Mayer Lärmschutz-Fragen für Verzögerungen. Sie rechnet nach derzeit nicht damit, dass die Deutsche Bahn die Unterführung vor 2023 in ihre konkreten Planungen aufnimmt.

Vor der Wahl: „Ich habe mich nie verstellt“: Bürgermeisterin Mayer im großen Abschiedsinterview

„Ich möchte noch erleben, mit dem Radl durch die Unterführung zu fahren“, sagt Gemeinderat Günter Meining (80).

„Ich habe nicht gedacht, dass mich dieses Thema noch einmal einholt“, kommentierte Günter Meining (CSU) die Ausführungen Mayers. Der 80-Jährige erinnerte daran, dass man sich schon mit dem Thema beschäftigt habe, als er von 2002 und 2008 im Gemeinderat saß. Sein Wunsch deshalb: „Dass ich es noch erlebe, mit dem Radl durch die Unterführung zum Arcone-Center zu fahren.“

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