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Die Initiatoren: Andrea Hanisch und Hans-Jürgen Gerhardt.

Grundsteinlegung

Eine Heimat voller Sonnenschein

Höhenkirchen-Siegertsbrunn - In das Wohnheim für junge Menschen mit Behinderung ziehen im kommenden Jahr 26 Bewohner ein

Es waren vor allem die künftigen Hausbewohner, die den Festakt zur Grundsteinlegung des Wohnheims für junge behinderte Menschen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn zu einem emotionalen Erlebnis machten. Sie streichelten Betonmauern, schickten Flugküsse zum strahlend blauen Himmel und knuddelten Projekt-Initiatorin und CSU-Gemeinderätin Andrea Hanisch. Tiefe und ehrliche Freude zeigten die Frauen und Männer, überwiegend Menschen mit Down-Syndrom oder Autismus. Er sei „dankbar und froh“, bald in dem Wohnheim leben zu dürfen, sagte Benedikt Klebel, der den Mut besaß, vor über hundert Gästen ans Mikrofon zu treten. Die Zuhörer schenkten dem 28-Jährigen mit Down-Syndrom hat „Bravo“-Rufe und lauten Applaus.

Benedikt Klebels Vorredner betonten, wie wertvoll dieses Projekt sei. Vor allem Hanisch war anzumerken, dass auf dem Grundstück an der Wächterhofstraße ein segensreiches soziales Projekt umgesetzt wird. Sie empfinde ein „tiefes Glücksgefühl“ und hob heraus, dass das Projekt „das Ergebnis der Zusammenarbeit von vielen Menschen“ sei, die es geschafft hätten, an Visionen zu glauben.

Hanisch war es, die vor fünf Jahren die Idee hatte, ein Wohnheim für junge Erwachsene mit Behinderung in Höhenkirchen-Siegertsbrunn zu errichten (wir berichteten). Gemeinsam mit Hans-Jürgen Gerhardt aus Ottobrunn gründete sie 2013 den Verein „Zukunft trotz Handicap“.

Nach drei Jahren Vorbereitungszeit standen nun alle Beteiligten auf der Bodenplatte des Hauses, in das im Sommer nächsten Jahres 26 „Sonnenschein-Kinder“ einziehen. So nannte Gerhardt, der bereits ein ähnliches Projekt in Oberschleißheim initiiert hat, die jungen Frauen und Männer zwischen 18 und 35 Jahren, die das Haus mit Leben füllen werden. Und da bei der Grundsteinlegung viele von ihnen zusammenkamen, war es nur folgerichtig, dass auch am Himmel die Sonne schien. Gerhardt wollte symbolisch „die Sonne einmauern, damit sie immer im Haus bleibt“. Das Projekt ist elternfinanziert, der Betreiber des Wohnheims wird das Heilpädagogische Centrum Augustinum.

Geschäftsführer Markus Rückert sagte, dass das Ziel aller Eltern sei, ihren Kindern eine Heimat zu geben. In „beeindruckender Weise“ werde in Höhenkirchen-Siegertsbrunn ein Haus in Beton gegossen, „um Heimat zu bieten“. Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) betonte, dass im Ort „noch nie so schnell ein soziales Projekt durchgeführt“ worden sei und sprach von einem „großen Meilenstein“.

nt für Benedikt Klebel und Caspar Bernet: Sie durften die Grundsteinkassette einbetonieren. Ein Kranführer ließ die gelbe Wanne mit Zement langsam Richtung Boden schweben. Als sie auf Bauchhöhe baumelte, packten Klebel und Bernet einen Haufen Zement auf die Schaufel und schütteten ihn auf die Kassette. Blitzlichtgewitter um sie herum. Ob mit Handykamera, Digitalkamera oder professioneller Spiegelreflexkamera: Alle Fotografen scharten sich um die beiden jungen Männer. Zum Schluss wünschten die beiden Ortspfarrer Toni Wolf und Thomas Lotz der gesamten Wohnheim-Familie, „dass Gottes Segen mit euch ist“. Veronika Jordan

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