Vor den Toren des Auer Ortsteils Abens liegt die Kiesgrube, auf der an 20 Tagen im Jahr eine mobile Brecheranlage betrieben wird. Damit soll nun Schluss sein.
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Die Unabhängigen Bürger wollen mithilfe eines fraktionsübergreifenden Antrags eine Kiesgrube nahe des Muna-Geländes verhindern (Symbolfoto).

UB plant fraktionsübergreifenden Vorstoß

Grundwasser-Antrag soll Kies-Projekt ausbremsen

  • Stefan Weinzierl
    vonStefan Weinzierl
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Die Unabhängigen Bürger (UB) wollen mit einem fraktionsübergreifenden Antrag zum Grundwasser-Schutz die Kiesabbau-Pläne am Muna-Gelände vereiteln. Otto Bußjäger kündigte im Gemeinderat einen entsprechenden Vorstoß seiner Fraktion an.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Gemäß dem Antrag soll der Gemeinderat die Rathausverwaltung damit beauftragen, „im laufenden Verfahren des regionalen Planungsverbands zur Ausweisung von Wasservorrangflächen die Fläche östlich der Hohenbrunner Straße bis zur Friedrich-Bergius-Straße zu erweitern, um den Grundwasserstrom Richtung Norden vor schädlichen Einflüssen langfristig zu schützen“. Bußjäger hofft, dass alle Fraktionen den Antrag unterstützen, und die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung Vor- und Nachteile einer Erweiterung der Wasservorrangflächen prüft. Er hofft, dass der Antrag ein wirksames Mittel ist, „um den Kiesabbau an dieser Stelle zu stoppen“.

Beschlüsse zum Kiesabbau fasste der Gemeinderat nicht. Weder wurde entschieden, einen städtebaulichen Vertrag mit dem Unternehmer, der Kies abbauen will, zu schließen, noch ein Verfahren einzuleiten, um Konzentrationsflächen für Kiesabbau auszuweisen. Weil der Unternehmer vor wenigen Tagen einen geänderten Genehmigungsantrag auf Kiesabbau eingereicht hat, hat die Gemeinde zwei Monate Zeit, den Antrag noch einmal zu prüfen.

Auf Nachfrage von Dorothee Stoewahse (Grüne) teilte Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) mit, dass der Unternehmer die Flatterbänder, die Bodenbrüter vom vorgesehenen Kiesabbau-Areal vertreiben sollen, laut Landratsamt nicht wegmachen muss. „Ich bin über die Reaktion des Landratsamtes enttäuscht“, sagte daraufhin Roland Spingler (CSU). Seiner Ansicht nach hätte die Behörde pro Naturschutz entscheiden sollen, da zu erwarten ist, dass die Vögel bis zu einer Entscheidung ungestört brüten können.

Wie berichtet, stoßen die Kiesabbau-Pläne auf heftige Kritik in Teilen der Bevölkerung. Besonders betroffen von der Kiesgrube wären die Anwohner im Gewerbegebiet Hohenbrunn. Das Ehepaar Luibl befürchtet, dass die Kieslaster direkt an ihrem Garten vorbeifahren. Der Unternehmer versucht derweil, den Bürgern die Furcht vor dem Projekt zu nehmen.

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