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Die drei Schülersprecher (v.l.) Rupert Franke, Lucas Wilisch und Franziska Kern nehmen das Schild entgegen.

Auszeichnung für vielfältiges Engagement der Schüler in Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Gymnasium wird "Schule ohne Rassismus"

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – „Vielfalt statt Einfalt. Hand in Hand in eine bunte Welt“. So eine Zukunft wünschen sich die Gymnasiasten - und leisten einen eigenen großen Beitrag. 

 Am 2013 aus der Taufe gehobenen Gymnasium wird soziale Verantwortung gelebt. Derart intensiv und facettenreich, dass die gesamte Schulfamilie nun für ihr soziales Engagement und für ihren Einsatz gegen Rassismus von der Landeskoordinierungsstelle als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet wurde. 

Beim Festakt mit Wortbeiträgen, Musik- und Tanzeinlagen wurde schnell deutlich, dass alle Teile dieser Schulfamilie den Geist der gesellschaftlichen Verantwortung mittragen und leben. Die ambitionierten Schüler hatten sich bereits im Gründungsjahr die „soziale Verantwortung“ als wichtigstes Thema auf die eigenen Fahnen geschrieben und diesen Ansatz konsequent und in vielen Projekten verfolgt. 

Beim europaweit initiierten und seit 1995 in Deutschland vom Verein „Aktion Courage“ getragenen Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mit inzwischen über 2000 teilnehmenden Einrichtungen dürfen die jungen Höhenkirchener Streiter für eine gerechtere Welt ohne Rassismus nun auf die Fürsprache und starken Hände ihrer Paten bauen. Für Höhenkirchen-Siegertsbrunn übernahmen die fünffache Eisschnelllauf-Weltmeisterin Jenny Wolf sowie der heimische Bundestagsabgeordnete Florian Hahn diese Aufgabe. 

Schulleiterin Claudia Gantke unterstrich, dass die Auszeichnung zwar eine Ehrung für das bereits Geleistete sei, um ein Ort ohne Ausgrenzung und Vorurteile zu sein. „Gleichzeitig ist sie aber auch ein Auftrag, sich diese Auszeichnung nicht einfach ans Revers oder an die Schultüre zu heften – sondern im Engagement möglichst viele Schüler mitzunehmen.“ 

Dieser Appell wird bereits erhört. Vielstimmig ist der Chor der Mitwirkenden. In mehreren Arbeitsgemeinschaften werden Aktionen geplant und umgesetzt. Beim Projekt „Dandelion für notleidende Kinder auf den Philippinen“ haben die Schüler mittels Spendenlauf und Pfandflaschenaktion Geld gesammelt, „um den Menschen dort zu zeigen, was sie uns wert sind“, erzählte ein Schüler. Beim Losverkauf wird Geld für verletzte Kinder in Kriegsgebieten, aber auch vor der eigenen Haustüre gesammelt. Es gibt Hilfsaktionen für die in Höhenkirchen untergebrachten Flüchtlinge, sie schnüren Weihnachtspäckchen für die Trucker der Johanniter oder begeben sich beim Blindentag oder im Rollstuhlparcours ganz bewusst in die Erlebnis- und Gefühlswelten gehandicapter Mitmenschen. 

„Ihr habt das gerockt, hier herrscht eine tolle Atmosphäre für das Projekt“, sagte Michael Schneider-Koenig von der Landes-Koordinierungsstelle. „Mit der von Euch unterschriebenen Selbstverpflichtung seid Ihr immer auf dem Weg, aber nie ganz am Ziel“, umriss er die Dimension des sozialen Anspruchs. Jenny Wolf hat „keine Sekunde gezögert“, um die Patenrolle zu übernehmen. Am Ende nahmen die Schülersprecher Rupert Franke, Franziska Kern und Lucas Wilisch als Organisatoren und Moderatoren der Feierstunde das Schild mit dem Slogan des Projekts und einer Urkunde entgegen.

Harald Hettich

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