Mit Plakaten und Transparenten protestieren Bürger seit Wochen gegen den beantragten Kiesabbau.
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Mit Plakaten und Transparenten protestieren Bürger seit Wochen gegen den beantragten Kiesabbau.

Unternehmer hat geänderten Antrag eingereicht

Wohl doch keine Beschlüsse zur Kiesgrube

  • Stefan Weinzierl
    vonStefan Weinzierl
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Der Gemeinderat von Höhenkirchen-Siegertsbrunn wird in seiner Sitzung heute Abend wohl doch keine Entscheidungen zum beantragten Kiesabbau in der Gemeinde treffen. Wie Rathaus-Sprecherin Gabriele Wehner mitteilte, sei in der Gemeindeverwaltung „ein Satz Unterlagen in geänderter Fassung“ zum bereits bestehenden Antrag auf die Abgrabungsgenehmigung eingegangen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Das Landratsamt bittet nun um erneute Stellungnahme der Gemeinde binnen zwei Monaten. Der vervollständigte Antrag wird laut Wehner derzeit von der Gemeindeverwaltung geprüft, um darüber dann in der Sitzung des Bau- und Liegenschaftsausschusses am 22 April vorberatend und in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen beschließend abstimmen zu lassen. Im Anschluss werde der Antrag mit dem Beschluss dann wieder ans Landratsamt zur Prüfung und Entscheidung weitergeleitet.

„Es handelt sich um kleinere, wenige Änderungen“, erläuterte Wehner auf Merkur-Nachfrage. So gebe es zum Beispiel konkretere Aussagen zur artenschutzrechtlichen Prüfung. Relevant sei die Änderung, was die geplante Zuwegung betrifft. Sie soll entgegen der ursprünglichen Planung nicht auf dem bereits bestehenden Wirtschaftsweg verlaufen, der an der Grenze der landwirtschaftlichen Flächen zum Gewerbegebiet Hohenbrunn verläuft, sondern weiter nach Süden rücken. Dass es diese Überlegungen gibt, hatte Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) bereits in der Online-Bürgerversammlung vergangene Woche mitgeteilt. Diese Änderung ist deshalb von Relevanz, weil der Gemeinderat mit Verweis auf eine nicht ausreichende Erschließung im September vergangenen Jahres den Genehmigungsantrag abgelehnt hatte.

Wie berichtet, gibt es in der Bevölkerung Protest gegen die Kiesabbau-Pläne. Besonders die Anwohner, die im Gewerbegebiet Hohenbrunn wohnen, sind von dem Projekt betroffen. Denn die Kieslaster sollen nur wenige Meter entfernt von ihren Grundstücken vorbeifahren. Der Unternehmer, der auf einem Feld nahe des Muna-Geländes Kies abbauen will, hat sich mittlerweile zur Kritik an seinem Projekt geäußert.

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