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Schönheits-OP vor dem Jubiläumsjahr: Die Außenfassade der Pfarrkirche Mariä Geburt wird derzeit ausgebessert und erhält einen neuen Anstrich. Die Pfarrgemeinde feiert 2020 das 1000-jährige Bestehen des Gotteshauses.

Erste Erwähnung 1020

Kirche ganz verhüllt - Der Anlass ist besonders

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Hinter Abdeckplanen und Gerüsten laufen an der Pfarrkirche Mariä Geburt in Höhenkirchen-Siegertsbrunn schon die Vorbereitungen für ein besonderes Ereignis.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Ein großes Jubiläum wirft seine Schatten voraus: Seit Wochen ist die katholische Pfarrkirche Mariä Geburt in Höhenkirchen eingerüstet und mit Planen abgedeckt. Das Gotteshaus bekommt einen frischen Anstrich. Und das genau zum richtigen Zeitpunkt: Denn im kommenden Jahr feiert der Pfarrverband Höhenkirchen-Siegertsbrunn das 1000-jährige Bestehen des Gotteshauses. Die Kirche, deren Geburtsstunde wohl noch deutlich länger zurückliegt, wurde erstmals in einem Schriftstück erwähnt, das etwa auf das Jahr 1020 datiert wird. „Der Bischof von Freising hat die Kirche damals dem Kloster Schäftlarn übertragen“, erzählt Pfarrer Toni Wolf. Deshalb wird die Pfarrgemeinde im Rahmen des Jubiläumsjahres auch eine Wallfahrt zum Kloster Schäftlarn organisieren – vermutlich am 17. Mai.

1000 Jahre Kirche – und 1000 Jahre Friedhof

Wolf ist seit 1996 Seelsorger in der Pfarrgemeinde beziehungsweise im Pfarrverband. Aber ein so bedeutendes Jubiläumsjahr hat er noch nicht auf die Beine gestellt. Natürlich wird es Vorträge zur Geschichte der Kirche geben, auf einem großen Mosaikbild sollen die Gemeindemitglieder – sozusagen die Bausteine der lebendigen Kirche – mit Fotos verewigt werden. Am 27. Juni 2020 wird außerdem in einem feierlichen Gottesdienst mit dem Schäftlarner Abt auf dem Kirchenfriedhof der vermutlich ebenso langjährigen Geschichte des Friedhofs gedacht. „1000 Jahre Kirche bedeutet eben auch 1000 Jahre Friedhof“, betont Pfarrer Wolf. Kardinal Marx wird dann zum großen Festgottesdienst am 13. September erwartet. Bei schönem Wetter soll im Freien am Stürzerhof, also genau gegenüber Mariä Geburt, gefeiert werden. „Da hat man einen herrlichen Blick auf die Kirche“, sagt Pfarrer Wolf.

Auch die Kirchturmuhr wird erneuert

Damit sich die Pfarrkirche zu diesen Anlässen von ihrer schönsten Seite zeigt, hat Wolf die seit langem notwendigen Arbeiten an der Außenfassade bereits heuer in Auftrag gegeben. Der Kirchturm wurde im Gegensatz zum restlichen Gotteshaus schon vor den Sommerferien eingerüstet. Die Arbeiter wollten den Kirchturm früher unter die Lupe nehmen. „Man kann von unten einfach nicht so genau erkennen, welche Ausbesserungsarbeiten notwendig ist“, erklärt der Seelsorger. Auch wurden die Ziffernblätter der Kirchturmuhr abgenommen und erneuert. Im Jubiläumsjahr selbst soll die Turmstube restauriert werden. Wolf hofft, dass die Arbeiten an der Außenfassade bis Allerheiligen abgeschlossen sind.

Auch die Gemeinde hätte Grund zum Feiern - tut es aber nicht

Neben dem Pfarrverband hätte übrigens auch die politische Gemeinde 2020 Grund zum Feiern gehabt. Denn in der besagten Schenkungsurkunde wird nicht nur die Kirche, sondern auch der Ort, wo sie steht, erwähnt: „Marchwartesprunnen“, das spätere „Höhenkirchen“.

Der Gemeinderat hat sich aber im vergangenen Jahr dagegen entschieden, das große Ortsjubiläum schon 2020 zu begehen. Denn zumindest die Parteien und die Gemeindeverwaltung sind mit der Kommunalwahl im März kommenden Jahres genug ausgelastet. Zudem lässt die Datierung des mittelalterlichen Schriftstücks genügend zeitlichen Spielraum – auch für eine spätere Tausendjahrfeier: Laut einer wissenschaftlichen Studie aus dem Jahr 1953 wurde die Urkunde irgendwann zwischen 1005 und 1023 verfasst.

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