Streitobjekt Luftfilter: Auch im Kreisausschuss wurde jetzt das Für und Wider erörtert. SymbolFoto: DPA
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Streitobjekt Luftfilter: Eine Experte soll die Lage erst beurteilen.

Coronavirus

Luftfilter für Schulen und Kitas: So geht die Gemeinde weiter vor

  • Stefan Weinzierl
    VonStefan Weinzierl
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Stehen im September in allen Klassenzimmer und Kita-Räumen Luftfilter? Der Gemeinderat von Höhenkirchen-Siegertsbrunn hat sich nun auf ein Vorgehen verständigt.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, sämtliche Räume in den gemeindeeigenen Schulen und Kitas von einem Fachplaner prüfen zu lassen. Der Experte soll feststellen, welche die geeigneten Maßnahmen sind, um für eine optimale Belüftung im Kampf gegen die Pandemie zu sorgen – insbesondere ob es Sinn macht, dort Luftreinigungsgeräte aufzustellen.

Es hätten die Gemeindeverwaltung viele Anfragen von Eltern zum Thema Luftreinigungsgeräte erreicht“, eröffnete Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) das sensible Thema. Zwar habe man im Rathaus viele Informationen zusammengetragen, trotzdem brauche es die Unterstützung eines Experten. „Es gibt eine Vielzahl an Angeboten, aber wenig Aussagen darüber, wie effizient die Lüfter jeweils wirklich sind“, sagte die Rathauschefin. Sie verwies auf Studien, nach denen die Geräte nur sinnvoll sind, wenn sie an bestimmten Stellen im Raum aufgestellt werden. Deshalb müsse man abklären, welche Räume für die Luftreinigungsgeräte überhaupt geeignet seien und ob das Stromnetz der zusätzlichen Belastung auch standhält. Konwitschnys Fazit: „Da gibt es sehr viele Fragezeichen.“ Sobald der Experte seine Bewertung abgegeben habe, könne man die notwendigen Geräte beschaffen.

Karsten Voges (Grüne), Roland Spingler (CSU) und Otto Bußjäger (UB) befürworteten ausdrücklich das geplante Vorgehen der Verwaltung. Janine Schneider (Grüne) wollte wissen, wann man dann mit den Geräten rechnen könne. „Das ist schwierig abzuschätzen“, entgegnete Konwitschny. Denn es sei derzeit weniger das Problem, schnell die Lüfter zu beschaffen als einen kompetenten Planer herzubekommen. Es seien in kurzer Zeit sehr viele derartiger Geräte auf dem Markt erschienen, „aber das Fachwissen dazu fehlt“, so die Bürgermeisterin.

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