Das Raiffeisenbank-Gebäude wird umgebaut. Es liegt direkt neben dem alten Feuerwehrhaus (nicht sichtbar) und dem alten Schulhaus (l.).
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Das Raiffeisenbank-Gebäude wird umgebaut. Es liegt direkt neben dem alten Feuerwehrhaus (nicht sichtbar) und dem alten Schulhaus (l.).

Haus soll modernisiert werden

Raiffeisengebäude: Mehr Wohnungen über der Bank - Doch Pläne gefallen nicht jedem

  • Stefan Weinzierl
    VonStefan Weinzierl
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Die Volksbank Raiffeisenbank eG will ihr Geschäfts- und Wohngebäude in Siegertsbrunn modernisieren. Doch die Pläne stießen im Gemeinderat nicht reihum auf Gegenliebe.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Die Volksbank Raiffeisenbank eG will ihr Geschäfts- und Wohngebäude in Siegertsbrunn umbauen und modernisieren. Den entsprechenden Antrag, der auch eine Nutzungsänderung mit einschließt, hat jetzt der Bauausschuss der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn mit großer Mehrheit gebilligt. Nur Otto Bußjäger und Andrea Hanisch (beide UB) sowie Max Lachner (AFW) stimmten dagegen. Sie störten sich so an der Planung, dass Hanisch sogar eine Veränderungssperre für das Areal ins Spiel brachte.

Derzeit sind in dem Gebäude an der Bahnhofstraße 34 neben den Büroflächen zwei Wohnungen im Dachgeschoss untergebracht. Nach dem geplanten Umbau sollen im 1. Obergeschoss und im Dachgeschoss fünf barrierefreie Wohnungen untergebracht werden. Den vorgelegten Plänen zufolge will der Antragsteller das zur Straßenseite gewandte Vordach vollständig entfernen und das Dachgeschoss komplett abreißen, um ein neues Geschoss in Holzbauweise und einem Walmdach zu errichten. Eine Änderung der Außenmaße im Erdgeschoss ist nicht geplant. Durch die neue, flachere Dachform bei einer um 2,24 Meter höheren Wandhöhe bleibt das Gebäudevolumen nahezu unverändert. Die Buden des traditionelle Christkindlmarkt können weiter auf dem Vorplatz des Gebäudes aufgebaut werden, heißt es seitens der Planer.

Anderes Konzept besser fürs Ortsbild?

Die Mehrheit im Ausschussäußerte keine Bedenken gegen das Vorhaben. Ganz im Gegensatz zu Max Lachner, der sich vor allem am geplanten niedrigen Walmdach anstelle des bestehenden Satteldachs störte. Auch Otto Bußjäger und Andrea Hanisch bemängelten, dass die Dachform nicht schön sei – und das Gebäude zu wuchtig werde. Zumal sich direkt daneben mit dem alten Feuerwehrgerätehaus und dem alten Schulhaus, in dem der Gemeindekindergarten untergebracht ist, zwei ortsgeschichtlich wertvolle Gebäude befinden.

Bußjäger plädierte vergeblich dafür, die drei Gebäude als Ensemble zu betrachten und für diese ein aufeinander abgestimmtes Konzept zu entwickeln, das sich besser ins Ortsbild einfügt. Auch Hanischs Vorstoß, für das Areal einen Bebauungsplan aufzustellen und es mit einer Veränderungssperre zu belegen, fand letztlich nicht genügend Befürworter.

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