Es war einmal: Die Flatterbänder auf dem Acker am Muna-Gelände sind inzwischen heruntergerissen. archivFoto: stefan weinzierl
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Es war einmal: Die Flatterbänder auf dem Acker am Muna-Gelände sind inzwischen heruntergerissen. (Archivfoto)

Vandalen zerstören Kiesgruben-Flatterbänder

  • Stefan Weinzierl
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Lang haben es die Flatterbänder an der künftigen Kiesgrube nicht überstanden, Unbekannte haben sie heruntergerissen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Nicht mal eine Woche hat’s gedauert, bis jemand die Absperrbänder auf dem Acker am Muna-Gelände, auf dem der Unternehmer Markus Baumgartner, Kies abbauen will, heruntergerissen hat. Am Mittwochmorgen hingen die Flatterbänder, die Vögel davon abhalten sollen, auf dem Feld zu brüten, in Fetzen von den Latten.

Baumgartner hatte schon mit Vandalismus gerechnet. Er will nun bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstatten. „Außerdem wird ein Sicherheitsdienst die Fläche rund um die Uhr bewachen“, kündigt der Geschäftsführer des Abbruchunternehmens AEM Projekt München an.

„Letzten Endes schaden sie nur den Tieren“

Es gebe eben ein paar Leute unter den Kiesgruben-Gegner, die zu solchen Mitteln greifen müssten und damit den Anordnungen der Behörden zuwiderhandelten. „Sie denken, dass sie durch so etwas ihre Ziele erreichen. Aber das ist nicht der Fall. Letzten Endes schaden sie nur den Tieren“, betont Baumgartner. Denn diese würden möglicherweise in der Zeit, bis die neue Konstruktion steht, zum Brüten anfangen und würden dann durch die Flatterbänder gestört und müssten woanders neu anfangen.

Wie berichtet, will Baumgartner auf einem von einem örtlichen Landwirt verpachteten Feld Kies abbauen. Ein entsprechender Antrag liegt dem Landratsamt vor. Die Entscheidung, ob die Behörde dem privilegierten Vorhaben zustimmt, ist laut Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) noch nicht gefallen. Die Gemeinde verhandelt derzeit mit Baumgartner über einen städtebaulichen Vertrag, damit bei Genehmigung der Kiesgrube die Arbeiten für die Bevölkerung möglichst verträglich ablaufen.

Gleichzeitig trifft die Rathausverwaltung Vorbereitungen, damit man einen Teilflächennutzungsplan für die Gemeinde aufstellt, der Konzentrationsflächen für Kiesgruben vorsieht. Mit diesem Schachzug könnte womöglich das Vorhaben Baumgartners erst einmal verhindert werden. Mittel- und langfristig müsste die Kommune aber auf den Konzentrationsflächen dann die Kiesgewinnung zulassen.

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