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Die Sicht auf die Friedenseiche versperrt dieses Verkehrsschild für den neuen Kreisverkehr in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Offenbar wegen Anwohnerprotesten bessern die Behörden nun nach: Die Tafel wird kleiner.

„Schildbürgerstreit“

„Zumutung!“, „Wahnwitz!“ - Anwohner rebellieren gegen dieses Verkehrsschild

Ein Verkehrsschild nahe dem neuen Kreisverkehr in Höhenkirchen-Siegertsbrunn bringt die Anwohner auf die Barrikaden. Im Netz geht es hoch her - und nun reagieren die Behörden.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Freie Sicht auf die Friedenseiche haben seit Anfang Mai deutlich weniger Anwohner der Münchner Straße in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Grund ist ein großes Verkehrsschild, das das Staatliche Bauamt Freising auf Anordnung des Landratsamtes an der Münchner Straße auf Höhe des Parkplatzes der Firma Göhler errichten hat lassen. 

Laut Landratsamt-Sprecherin Christine Spiegel handelt es sich um einen „zur Verkehrslenkung zwingend notwendigen Vorwegweiser“, der in ausreichendem Abstand auf den neuen Kreisverkehr an der Friedenseiche hinweist. 

Zu groß: Anwohner protestieren, Behörde verspricht neues Schild

Bei manchen Bürgern kommt das neue Verkehrsschild allerdings gar nicht gut an. In den sozialen Netzwerken ist ein regelrechter Streit darüber ausgebrochen. Von „behördlichem Wahnwitz“ und von „Zumutung“ ist da unter anderem die Rede. Vor allem an den Dimensionen von Masten und Schild stören sich die Kritiker. 

Spiegel betont, dass der Vorwegweiser in der Ausführung, also Größe und Schrift, den geltenden Richtlinien entspreche. Da es aufgrund der Größe allerdings Probleme vor Ort gebe, sei zwischenzeitlich ein schmäleres Schild mit Engschrift in Auftrag gebeben worden. Es soll laut Spiegel in etwa drei bis vier Wochen geliefert werden. Damit ist ein Ende des „Schildbürgerstreits“ in Sicht. 

sw

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