Über die Höhe einer Einfriedung wurde wieder einmal im Bauausschuss von Höhenkirchen-Siegertsbrunn diskutiert.
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Über die Höhe einer Einfriedung wurde wieder einmal im Bauausschuss von Höhenkirchen-Siegertsbrunn diskutiert. Symbolfoto

Zaun-Debatte wieder vom Zaun gebrochen

Unfrieden beim Einfrieden

  • Stefan Weinzierl
    vonStefan Weinzierl
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Die Mauern und Zäune in Höhenkirchen-Siegertsbrunn lassen dem Gemeinderat keine Ruhe. Nachdem die Grünen zuletzt mit der Forderung nach einer Einfriedungssatzung gescheitert sind, wurde nun im Bauausschuss über einen Zwei-Meter-Zaun diskutiert.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Braucht es doch feste Regeln für Grundstücksbesitzer und Bauherren, damit Mauern und Zäune in der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn nicht unverhältnismäßig in die Höhe wachsen? Der Bauausschuss musste sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Antrag eines Bürgers beschäftigen, der um sein Grundstück an der Hirschwinkelstraße einen zwei Meter hohen Zaun errichten will. Das war der Anlass für Andrea Hanisch (UB), den Ausschussmitgliedern vorzuschlagen, sich noch einmal Gedanken über eine Einfriedungsverordnung zu machen. „Das Thema kommt immer wieder auf den Tisch“, argumentierte sie und erinnerte an den entsprechenden Vorstoß der Grünen im Sommer des vergangenen Jahres.

Wie berichtet, hatten die Grünen vor rund einem Jahr eine Einfriedungsverordnung für die Gemeinde gefordert, die den Bürgern vorschreibt, in welcher Art und Höhe Mauern, Zäune und Hecken zu errichten sind. Der Grund: Die Grünen hatten bemängelt, dass immer mehr Bürger ihre Grundstücke mit unverhältnismäßig hohen und unansehnlichen Sichtschutz- Konstruktionen abschotten und so das Ortsbild negativ prägen. Damals sprach sich eine große Mehrheit des Gemeinderats gegen eine entsprechende Verordnung aus, auch weil nach Ansicht der Gemeindeverwaltung der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht.

Im aktuellen Fall lehnte der Bauausschuss nun die vom Bauherrn gewünschte Einfriedung ab. Der Antragsteller wollte um zwei Seiten seines Gartens einen Holzlattenzaun von bis zu zwei Meter Höhe errichten. Der Zaun sollte dem Antrag zufolge die Privatsphäre und zudem vor Wind sowie Verschmutzungen durch ein nahe gelegenes von einem Landwirt bewirtschaftetes Feld schützen. Weil der Bebauungsplan aber nur Holzzäune bis maximal 1,30 Meter zulässt, wollte der Grundstückseigentümer eine entsprechende Befreiung von den Festsetzungen.

Eine Umzäunung in dieser höhe wurde einhellig abgelehnt. Luitgart Dittmann-Chylla (Grüne) warnte davor, einen Präzedenzfall zu schaffen. Peter Guggenberger (CSU) sagte, er könne zumindest einem 1,80 Meter hohen Zaun zustimmen. Hanisch und Anita Reiprich (SPD) plädierten dafür, nur im Norden eine Zaunhöhe von 1,80 Metern zuzulassen. Im Westen, zu einem kleinen Stichweg hin, solle man an der festgesetzten Zaunhöhe von 1,30 Meter festhalten. Dort sei auch eine Hecke möglich. Dieser Kompromisslösung stimmte dann letztlich die große Mehrheit im Ausschuss zu.

Auch die neue Debatte um den Realschul-Standort beschäftigt derzeit die politischen Gremien in der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn.

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