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Mehr Sitzgelegenheiten vor allem für ältere Menschen soll es in Höhenkirchen geben

Höhenkirchner Grüne fordern Sitzbänke im Ort

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Die Grünen haben jetzt im Gemeinderat ihre Forderung an die Rathausverwaltung bekräftigt, für ältere Menschen sowie Bürger, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, endlich ein paar Bänke im Gemeindegebiet aufstellen zu lassen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Anlass war der Rechenschaftsbericht von Sigurd Duschek, dem Sprecher des Arbeitskreises (AK) Senioren.

Dabei kam er auch auf das Thema Sitzbänke zu sprechen, denn die Gemeindeverwaltung hat das Projekt vor über einem Jahr an den AK übertragen. Weitergekommen sei man in dieser Angelegenheit aber nicht, gab Duschek zu. Zum einen sei die Resonanz bei den von ihm befragten Senioren auf die Sitzgelegenheiten gering. Viele nähmen lieber auf den Bänken im eigenen Garten Platz, behauptete er. Zum anderen sei es schwierig, geeignete Standorte zu finden. Wobei sich die Standortsuche des AKs wohl hauptsächlich auf Spazierwege im Außenbereich, sprich die Felder rund um Höhenkirchen-Siegertsbrunn beschränkt hat. „Wir werden das Projekt zurückstellen“, kündigte er an.

Das wollte Gudrun Hackl-Stoll (Grüne) so nicht hinnehmen. Die Gemeinderätin hat nach eigener Aussage die Bänke das erste Mal vor rund drei Jahren gefordert und bereits entsprechende Standortvorschläge an die Verwaltung weitergeleitet. „Ich arbeite viel mit Senioren, die in der Mobilität eingeschränkt sind zusammen. Und die wären sehr dankbar um die Bänke“, sagte die Ergotherapeutin. Als Standorte geeignet hält Hackl-Stoll zum Beispiel die Ecke Eichbaum-/Putzbrunner Straße, die Ecke Sagler-/Bahnhofstraße oder die Bushaltestelle nahe der Kirche an der Rosenheimer Straße.

Ihre Fraktionskollegin Luitgart Dittmann-Chylla erinnerte daran, dass die Senioren die Bänke nicht in erster Linie als Rastplatz bei Spaziergängen benötigten. Vor allem innerorts würden die Sitzgelegenheiten helfen – zum Beispiel, wenn die Betroffenen auf dem Weg vom Einkaufen eine Verschnaufpause brauchen.

Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) gab sich selbstkritisch. Denn einige Bänke, die in den vergangenen Jahren zum Beispiel an Spielplätzen kaputt gegangen seien, seien noch immer nicht ersetzt worden. Auch weil man sich noch nicht auf ein Material festgelegt habe. Die robusten Gitterbänke aus Metall, die auf dem Friedhof stehen, seien mit 2500 Euro pro Stück recht teuer. „Die gebe es auch günstiger“,warf Mindy Konwitschny (SPD) ein. Ihre Partei hat eine derartige Bank unlängst gespendet.

Andrea Hanisch (CSU) schlug vor, die Anschaffung der Bänke zum Inklusionsprojekt auszubauen. Denn einige der Menschen mit Handicap, die im Betreuten Wohnen an der Konzeller Straße wohnen, würden in einer Werkstatt arbeiten, die geeignete Holzbänke produziert.

Aus welchem Material die Bänke sind, ist Hackl-Stoll letztlich egal. Sie will nur, dass endlich welche aufgestellt werden und kündigte entsprechende Anträge an.

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