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Baustellen-Panorama: Von der Kreuzung an der Friedenseiche, an der gerade ein Kreisverkehr gebaut wird, hat man freie Sicht auf den Kirchturm von Mariä Geburt. Er bekommt unter anderem einen frischen Anstrich.

Es geht um 5000 Euro

Kirchturm erwarten goldene Zeiten: Jetzt steht fest, wer die Sanierung der Uhr zahlt

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Die Kirchturmuhr von Mariä Geburt in Höhenkirchen-Siegertsbrunn muss für teures Geld saniert werden. Passend zum 1000-jährigen Bestehen des Gotteshauses gibt es nun ein Geschenk.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Etwas kurios klingt das Ganze schon: Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn stellt dem katholischen Pfarrverband 5000 Euro zur Verfügung, damit dieser die Kirchturmuhr von Mariä Geburt sanieren lässt, die eigentlich nicht der Kirche, sondern der politischen Gemeinde gehört. Der Gemeinderat hat mit diesem Umstand aber kein Problem und sprach sich jetzt einstimmig dafür aus, die anlässlich des Kirchenjubiläums geplante Verschönerung der Turmuhr finanziell zu unterstützen.

Der Pfarrverband feiert im kommenden Jahr das 1000-jährige Bestehen des Gotteshauses. Dafür bekommt die Kirche einen neuen Anstrich. Wie Pfarrer Toni Wolf in einem Schreiben an Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) ausgeführt hatte, habe man bei näherer Untersuchung des Kirchturms festgestellt, das die Turmuhr überholt gehört. So soll unter anderem ein neuer Goldbelag auf die Zeiger aufgetragen werden. Für die Sanierung, so Wolf weiter, sei mit Kosten in Höhe von 5000 Euro zu rechnen. Der Pfarrer schloss sein Schreiben mit der Bitte, die Erneuerungsarbeiten doch zu bezuschussen.

„Die nächsten 1000 Jahre ist dann hoffentlich wieder Ruhe“

Die Rathausverwaltung schlug dem Gemeinderat nun vor, die Hälfte der Kosten, also 2500 Euro zu übernehmen. Das kam Manfred Eberhard (UB) etwas mickrig vor angesichts der Tatsache, dass man anlässlich des Reformationsjubiläums vor zwei Jahren mehrere Zehntausend Euro in den Bau des Lutherplatzes an der Kreuz-Christi-Kirche gesteckt hatte. Der 1000. Geburtstag von Mariä Geburt sei schon ein Anlass für etwas mehr Großzügigkeit, meinte er und schob – nicht ganz ernst gemeint – hinterher: „Die nächsten 1000 Jahre ist dann hoffentlich wieder Ruhe.“

In diesem Zusammenhang erinnerte Norbert Mayer (UB) daran, dass die Uhr eigentlich der politischen Gemeinde gehöre. „Das Uhrwerk gehört der Gemeinde“, präzisierte Rathauschefin Mayer und Priska Weber (SPD) ergänzte, dass ihres Wissens die Gemeinde bisher auch für die Wartung der Uhr zuständig gewesen sei. Ursula Mayer schlug vor, die vollen 5000 Euro Sanierungskosten zu übernehmen. Eine Idee, mit der auch Hans Loidl (CSU) kein Problem hatte: „Es schauen ja Konfessionslose und Evangelische auch auf die Uhr.“

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Da auch die politische Gemeinde erwägt, die Nennung von Kirche und Ort in einer mittelalterlichen Urkunde vor rund 1000 Jahren, als Anlass für eine große Feier zu nehmen, wollte Weber später wissen, wie es mit der Planung der eigenen Feierlichkeiten aussehe. Die Umfrage unter den örtlichen Vereinen, ob sie sich an einer großen Jubiläumsfeier beteiligen, sei ernüchternd, erklärte Bürgermeisterin Mayer. Es hätte lediglich Rückmeldungen von fünf Personen gegeben. Norbert Mayer schlug deshalb vor, die Idee nicht weiterzuspinnen: „Es reicht, wenn die Kirche die 1000-Jahr-Feier macht.“ Die Rathauschefin wollte die eigenen Pläne aber nicht sofort beerdigen. Ihr Vorschlag: erst das Kirchenjubiläum 2020 abwarten und dann die Bürger noch einmal zu motivieren versuchen.

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