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Andrea Hanisch tritt als parteifreie Bürgermeisterkandidatin für die UB an. 

Parteifreie soll für UB das Rathaus erobern

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Andrea Hanisch tritt als parteifreie Bürgermeisterkandidatin für die Unabhängigen Bürger (UB) bei der Kommunalwahl am 15. März in Höhenkirchen-Siegertsbrunn an.

+++ Update vom 11. November, 15 Uhr:

Höhenkirchen-Siegertsbrunn –Jetzt ist es auch offiziell: Bei einer Aufstellungsversammlung haben die Mitglieder der Unabhängigen Bürger (UB) Andrea Hanisch einstimmig als Bürgermeisterkandidatin im Saal der Gaststätte Feuer & Stein nominiert. Im Rahmen ihrer Präsentation erläuterte Hanisch vor rund 60 Zuhörern einige Schwerpunktthemen ihres Wahlprogramms: So soll die Bürgerbeteiligung ausgebaut und das fraktionsübergreifende Arbeiten zur Selbstverständlichkeit werden. Entscheidungen zu relevanten Themen, welche die Ortsentwicklung und das Ortsbild, betreffen, sollen künftig das Ergebnis intensiver Prozesse sein. Den eckigen Tisch im Sitzungssaal des Rathauses will Hanisch – zumindest im übertragenen Sinn – zu einem runden machen, an dem Vertreter der Gemeindeverwaltung, des Gemeinderats sowie der Arbeitskreise größtmögliche Schnittmengen erarbeiten. Die Bürger sollen dabei deutlich mehr zu Wort kommen und von der Politik „gehört werden“. Deshalb will Hanisch auch in den kommenden Wochenin erster Linie das Gespräch mit den Bürgern suchen.


Erstmeldung vom Mittwoch, 11. November, 13.12 Uhr: Höhenkirchen-Siegertsbrunn –  Wie die UB-Ortsvorsitzende Sabine Theiner gestern auf einer extra einberufenen Pressekonferenz mitteilte, haben sich die Mitglieder in einer nichtöffentlichen Mitgliederversammlung einstimmig für die 60-Jährige ausgesprochen.

Hanisch, die als Qualitätsmanagementbeauftragte im Medizinischen Versorgungszentrum St. Cosmas in Neubiberg arbeitet, saß lange Jahre für die CSU im Gemeinderat, war bereits für mehrere Jahre Dritte Bürgermeisterin und sollte eigentlich im März für die Christsozialen als Bürgermeisterkandidatin antreten, hat aber nach Differenzen mit politischen Weggefährten wie der amtierenden Rathauschefin Ursula Mayer die CSU-Fraktion verlassen, ihr Gemeinderatsmandat aufgegeben und ist mittlerweile auch nicht mehr CSU-Mitglied.

Man habe in den vergangenen Wochen anfangs ergebnisoffene und letztlich sehr gute, sachliche Gespräche geführt und dabei viele inhaltliche Schnittmengen gefunden, betonte Theiner. „Es haben sich zwei gefunden, die zusammengehören“, ergänzte Vize-Landrat Otto Bußjäger, der für die UB im Gemeinderat sitzt. Andrea Hanisch sei nicht nur die richtige für die UB, „sondern auch ein Glücksfall für Höhenkirchen-Siegertsbrunn“. Am 8. November werden die Mitglieder laut Theiner die designierte Kandidatin Hanisch offiziell nominieren, fünf Tage später soll die Gemeinderatsliste der UB festgezurrt werden.

Mit ausschlaggebend für ihre Entscheidung, nach dem Rückzug aus dem Gemeinderat die politische Bühne nicht zu verlassen, sondern noch einmal neu anzufangen, seien die vielen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung gewesen, betonte Hanisch. Sie hege keinen Groll gegenüber der CSU. Sie habe sich aber in eine andere Richtung entwickelt. Und der neue politische Stil, der ihr vorschwebt, sei in der CSU nicht mehrheitsfähig gewesen.

Im Überblick: Kommunalwahl 2020 – Das sind die Parteien und Kandidaten im Landkreis München

„Ich möchte Politik in Höhenkirchen-Siegertsbrunn neu denken“, betont Hanisch, die von vornherein klar stellt, dass sie nur für eine Amtsperiode bereitsteht. Konkret bedeutet das: mehr Bürgerbeteiligung, mehr Transparenz im Rathaus beziehungsweise der Gemeindeverwaltung, mehr Kooperation statt Konfrontation zwischen den Fraktionen im Gemeinderat. Lähmendes, politisches Blockdenken müsse der Vergangenheit angehören, findet Hanisch. Gleichzeitig müsse man mehr auf die Kompetenzen der Bürger zurückgreifen und das Miteinander der Generationen stärken. „Die Bürger identifizieren sich umso mehr mit politischen Entscheidungen, umso mehr sie daran beteiligt werden“, glaubt Hanisch.

Sie hat auch ein spezielles Verständnis vom Bürgermeisteramt: „Er ist kein Meister der Bürger, sondern ein Dienstleister. Er moderiert, bindet ein, baut Brücken.“ Als roter Faden für die Ortsentwicklung soll das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, kurz ISEK genannt, herhalten. So sehen das auch die UB, die sich von Anfang an für diese Art der Stadtentwicklungsplanung starkgemacht haben.

UB-Fraktionschef Manfred Eberhard ist jedenfalls rundum glücklich mit der Kandidatin. Er wisse aus Erfahrung, dass Hanisch das fraktionsübergreifende Denken lebt: „Das ist nicht bloß ein Lippenbekenntnis.“

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