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Gemeinsames Ziel: Die Grünen-Kandidaten mit ihrem Bürgermeisterkandidaten.

Grüne Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Statt ins Kanzleramt in den Gemeinderat

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Vielfältig wie die geforderte Artenvielfalt ist die Kandidatenliste der Grünen in Höhenhkirchen-Siegertsbrunn für den kommenden Gemeinderat.

Was haben Schülerin Carlotta Vieler, Polizist Dominik Dommer, Journalistin Dorothee Stoewahse, Apotheker Helmut Baumgartner und IT-Unternehmer Karsten Voges gemeinsam? Sie alle kämpfen für einen Macht- und Stilwechsel im Rathaus von Höhenkirchen-Siegertsbrunn und wollen deshalb erstmals für die Grünen in den Gemeinderat einziehen. Voges strebt sogar ein höheres Amt an: Er ist am Freitagabend in der Taverna Ammos vom Ortsverband zum Bürgermeisterkandidaten nominiert worden. Der Wahlkampf-Slogan des 40-Jährigen und seines Teams: Gemeinsam. Nachhaltig. Grün.

Voges Mannschaft, ist dabei so vielfältig wie die Artenvielfalt, um deren Erhalt die Naturschutzpartei kämpft. Die Jüngste auf der Liste heißt Carlotta Vieler. Die Schülerin wird rechtzeitig vor der Wahl volljährig und ist derzeit 59 Jahre jünger als die älteste Kandidatin Gisela Blech auf Listenplatz 23. Vieler soll, wie sie selbst verriet, viele Jungwähler für die Partei gewinnen und hat mit Position 7 einen durchaus prominenten Listenplatz.

In noch aussichtsreicherer Position befinden sich die Debütanten Janine Schneider, Dominik Dommer und Dorothee Stoewahse. Studentin Schneider (Listenplatz 3) arbeitet als Beirätin im Vorstand des grünen Ortsverbands und ist zudem im Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde aktiv. Als Bürgerin ohne Auto will sich die 39-Jährige für ein optimales Rad-Konzept im Ort einsetzen. Zwei Plätze dahinter folgt Journalistin Dorothee Stoewahse. Die 50-Jährige arbeitet derzeit als Pressesprecherin und war bis vor Kurzem Elternbeiratsvorsitzende am örtlichen Gymnasium. Jetzt will sie sich vermehrt politisch engagieren. „Da ich nicht gleich Bundeskanzlerin werden kann, fang’ ich mal beim Gemeinderat an“, kommentierte sie ihren Vorstoß in die Kommunalpolitik. Ihr Steckenpferd: der Klimaschutz. Da müsse man „weitergehen als nur das Altpapier wegzutragen und das Licht auszuschalten“.

Dahinter folgt der Polizeivollzugsbeamte Dominik Dommer. Der 40-Jährige ist Ortssprecher der Grünen und will den Ortsverband jünger, moderner und schlagkräftiger machen. Die Kampfabstimmung im Listenplatz 4 verlor er gegen seinen Vorstandskollegen und Gemeinderat Peter Triebswetter. Im Kampf um Position 6 setzte er sich aber gegen Helmut Baumgartner, der kürzlich eine ADFC-Gruppe im Ort gegründet hat, durch. Apotheker Baumgartner landete auf Listen-Rang 8. Angeführt wird die Grünen-Liste von der Gemeinde- und Kreisrätin und derzeit Dritten Bürgermeisterin Luitgart Dittmann-Chylla. Auf Position 2 folgt Bürgermeisterkandidat Voges. Gemeinderätin und Ortssprecherin Gudrun Hackl-Stoll begnügte sich mit Listenplatz 9.

Voges skizzierte bei seiner Präsentation die Schwerpunkte des grünen Wahlprogramms. Er will den Zusammenhalt und das Zusammenleben im Ort fördern, etwa durch bezahlbaren Wohnraum, eine Stärkung der Vereine und einen Treffpunkt wie das von vielen gewünschte Naturbad. Nachhaltigkeit bedeutet für ihn nicht nur Natur- und Klimaschutz, sondern auch ein gesundes Wirtschaften und eine aktive Gewerbepolitik. Durch einen Kurswechsel hin zur fahrradfreundlichen Gemeinde will er die „Wachstumsschmerzen“ der Gemeinde bekämpfen. Zu guter Letzt müsse auch die Führung im Rathaus professioneller und die Arbeitskreise besser in die politischen Entscheidungen eingebunden werden.

Im Überblick: Kommunalwahl 2020 – Das sind die Parteien und Kandidaten im Landkreis München

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